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Wissenschaftliche Arbeit: Wie muss die Einleitung aussehen?

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit stellt eine kurze Hinführung zum Thema dar. Die Fragestellung sollte hierbei in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Forschungsbedarf angesichts der aktuellen Lage der wissenschaftlichen Forschungsliteratur wird begründet. So begründet man die Wahl des Themas.

Hat Ihr Thema eine bestimmte Vorgeschichte? Hat Ihr Thema einen aktuellen Bezug zur Gegenwart? Sie können auch Ihr Thema historisch (chronologisch) oder systematisch (inhaltlich-logisch) in einen übergeordneten Zusammenhang einordnen. Ein Beispiel: Das Fach Philosophie kann sowohl historisch als auch systematisch betrachtet werden.

Es gibt die Philosophiegeschichte, also die chronologische Abfolge aller (für ein Thema relevanten) Philosophen und Philosophien. Zu fragen wäre etwa nach der philosophischen Epoche der Renaissance.

Dann können Sie aber auch systematisch arbeiten, indem Sie z. B. nur nach Demokratietheorie fragen und in der Philosophiegeschichte (relevante) demokratietheoretische Texte, Modelle, Theorien etc. quer durch die Epochen und Philosophen untersuchen.

Weitere Ansatzpunkte für die Einleitung sind:

  • Anknüpfungspunkte an (aktuelle) Diskurse erwähnen
  • Bezug zwischen Thesen und Fragestellung
  • Stellen Sie kurz, konkret und kompakt vor, was die Leserin / den Leser erwartet.

Wichtig ist, nur diejenigen Versprechen zu machen, die in der Arbeit auch erfüllt werden. Nach dem Abfassen der Arbeit sollte man noch einmal überprüfen, ob die Einleitung und der Hauptteil noch übereinstimmen. Nichts ist ärgerlicher für Prüfer, als wenn ihre Erwartungshaltung (die Sie selbst erzeugt haben!) durch den Text enttäuscht wird. Die Einleitung kann auch die einzelnen gedanklichen Etappenschritte der Gliederung wiedergeben. Schreiben Sie etwa: „In Kapitel 1 wird die These x begründet. Kapitel 2 baut darauf auf, indem …“ Oder „In Kapitel 1 wird die These / Frage x untersucht“, denn ist es nicht immer ratsam, dass Sie Ihr Forschungsergebnis bereits in der Einleitung verraten. Wenn Sie die Leserinnen und Leser souverän durch die Einleitung führen, zeigen sie, dass Sie Ihr Thema im Griff haben.

Was es noch zu beachten gilt:

  • Man sollte nicht erwähnen, dass eine Hausarbeit die Ausarbeitung eines Referates o. Ä. darstellt.
  • Die Einleitung kann beginnen mit einem eingerückten Motto aus der Dichtung oder der Literatur – aber nur, wenn Sie bei der Wahl ein glückliches Händchen besitzen.
  • Ist die Arbeit relativ kurz und auch die Methode in kurzen Sätzen auszuführen, kann dies in der Einleitung erfolgen. Eine umfangreichere Methode braucht ein eigenes Methodenkapitel.
  • Nach der Einführung in das Thema können Sie Ihre Grundthese bereits in der Einleitung vorstellen.
  • Beschreiben Sie unbedingt auch das Ziel Ihrer Arbeit – welchen Erkenntnisgewinn wollen Sie erreichen? Was wollen Sie beweisen?
  • Welche These der Forschung wollen Sie kritisch beleuchten?
  • Die Einleitung nimmt höchstens 10% des Gesamtumfanges der Arbeit ein.

Mögliche Vorgehensweise in Arbeitsschritten:

  1. Hinführung zum Thema in 2-3 Sätzen und Fragestellung
  2. Operationalisierung der Fragestellung (Wie wird das Problem methodisch, analytisch, interpretatorisch angegangen?) In ca. 3-5 Sätzen: Welcher Inhalt ist mit welcher Methode zu generieren? Welche Ressourcen sind für die Beantwortung der Frage erforderlich?
  3. Untersuchungsschritte in sinnvoller Reihenfolge benennen: Wie ist der Verlauf des Forschungsprojekts? Hierfür schreiben Sie einen etwas längeren Absatz. Unter Erwähnung der jeweiligen Kapitelnummer wird kurz umrissen, was der Inhalt der einzelnen Kapitel bzw. Unterkapitel sein soll; es geht also gewissermaßen um eine in ganzen Sätzen formulierte Gliederung.
Das Wichtigste auf einen Blick:Eine Einleitung …

  • … ist eine Hinführung zum Thema.
  • … stellt die Fragestellung vor.
  • … benennt Methode und Ziel der Arbeit.
  • … umfasst nicht mehr als 10% der Arbeit.

 

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