Den Nachlass beim Kunden buchen


An dieser Stelle wird kurz dargestellt, wie die Buchungen bei dem Unternehmen aussehen müssen, das als Kunde (hier "Bauunternehmen Müller") in dem hiesigen Geschäftsvorfall auftritt (in Bezug auf diesen Artikel: Nachträglicher Preisnachlass im Absatzbereich ).

Beispiel: So wird der Nachlass beim Verkauf beim Kunden gebucht



Am Tag der Lieferung / Rechnungsstellung (10.03.2016)


  (2010) Vorprodukte / Fremdbauteile 150.000,00
(2.600) Vorsteuer 28.500,00

an (4400) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178.500,00

Am Tag, an dem bei dem Bauunternehmen Müller die Gutschrift über zwei Prozent der Gesamtrechnung eingeht, wird auch hier der ursprüngliche Buchungssatz korrigiert.


  (4400) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.570,00
an (2012) Nachlässe für Vorprodukte / Fremdbauteile 3.000,00
an (2600) Vorsteuer 570,00


Am 31.03.2016 wird das Unterkonto „(2012) Nachlässe für Vorprodukte / Fremdbauteile“ über das Bestandskonto „(2010) Vorprodukte / Fremdbauteile“ von den Mitarbeitern des Bauunternehmens Müller abgeschlossen. Dazu erfolgt folgende Buchung, die mit dem folgenden Buchungssatz fixiert wird:


  (2012) Nachlässe für Vorprodukte / Fremdbauteile
an (2010) Vorprodukte / Fremdbauteile 3.000,00.


Durch den Abschluss des Unterkontos über das entsprechende Bestandskonto wird das Bauunternehmen Müller auch dem § 255 Abs. 1 HGB gerecht, wonach alle Wirtschaftsgüter zu den tatsächlichen Anschaffungskosten zu aktivieren sind. Im speziellen Fall wurden im Bauunternehmen Müller zunächst Vorprodukte / Fremdbauteile i.H.v. 150.000,00 Euro aktiviert. Jedoch kam es einen Tag später zu einem Preisnachlass von zwei Prozent, also 3.000,00 Euro.

Die Konten im Bauunternehmen Müller sollten nun folgende Bestände aufweisen, wenn angenommen wird, dass auf dem Konto „(2020) Vorprodukte / Fremdbauteile“ ein Anfangsbestand (AB) von 20.000,00 Euro bestanden hat.

Nachlass_T_Konten
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