Wirtschaftsinformatik


Kurz & einfach erklärt:

Wirtschaftsinformatik verständlich & knapp definiert

Wirtschaftsinformatik verbindet computergestützte Arbeit mit betriebswirtschaftlichen Prozessen. In Unternehmen erfasst die Software der Wirtschaftsinformatik jegliche Daten, die bei betrieblichen Prozessen anfallen und kann diese einteilen, auswerten und weitergeben.
notes Inhalte

Bei der Wirtschaftsinformatik handelt es sich um eine vergleichsweise neue Wissenschaft, die sich mit der Entwicklung, ggf. Programmierung/Anpassung und auch dem Einsatz von Software und Hardware in Unternehmen und Organisationen befasst. Sie ist interdisziplinär angelegt und verbindet Teilbereiche der Informatik mit der Betriebswirtschaftslehre. Aufgrund der zunehmenden Computerisierung und Vernetzung bis hin zum "Internet der Dinge" und der Industrie 4.0 ist sie von erheblich steigender Bedeutung. 

Disziplinen der Wirtschaftsinformatik
Disziplinen der Wirtschaftsinformatik

Anwendungsbereiche in Unternehmen

Die Wirtschaftsinformatik setzt mit moderneren Methoden und in einem Umfeld moderner Technologie die Prozess- bzw. Analysen von Prozessen fort, die mit der REFA-Methode in den dreißiger Jahren begonnen worden sind. Inzwischen steht aber nicht mehr die Evaluierung einzelner Arbeitsschritte und des dazugehörigen Verbrauchs an Ressourcen oder Personenstunden im Vordergrund, sondern ein wesentlich vernetzterer Ansatz:

  1. Komplexe Workflows werden in einzelne Arbeitsschritte zerlegt und deren Zusammenhänge in einer Art Flußdiagramm mit Abzweigungen und Bedingungen abgebildet.
  2. Für die bei jedem Prozess entstehenden Daten wird - ebenso wie für die Material- oder Produktströme - ein eindeutiger Weg festgelegt und die Weiterverarbeitung definiert.
  3. Die Wirtschaftsinformatik befasst sich weitergehend mit der Verknüpfung und Weiterverarbeitung der Daten. Im besten Fall lassen sich die ersten Schritte zur Verwirklichung künstlicher Intelligenz gehen: Die Systeme lernen selbsttätig und ermöglichen Umsatzprognosen detaillierter Art.
  4. Neben einer perfekt funktionierenden Informatik sind moderne Steuerungssystem beispielsweise für kundenindividuelle Preisgestaltung oder variable Preise in Abhängigkeit von der Nachfrage (sog. Yield Management)das Ergebnis.
Im Zuge zunehmender Interdependenzen und auch der Anfälligkeit der Unternehmens-IT für Angriffe von außen befasst sich die Wirtschaftsinformatik auch mit der Gestaltung von Gegen- oder auch Abwehrmaßnahmen.

Wirtschaftsinformatik als wertegenerierende Wissenschaft

Gute Mitarbeiter in der Wirtschaftsinformatik können erhebliche Unternehmenswerte schaffen und einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenswachstum leisten. Die Marktwertsteigerung einige der größten Handels-Unternehmen der Welt (wie Amazon) wäre ohne Wirtschaftsinformatik undenkbar gewesen. In einem Umfeld, in dem einstellige Umsatzrenditen die Regel waren bedeutet das Plus an Prognosequalität für Einkauf und Absatz einen Meilenstein.

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Ausbildung bzw. das Studium kann es durchaus zu einem Arbeitskräftemangel ähnlich wie in den MINT-Berufen kommen.

Zusammenfassend kann die Wirtschaftsinformatik wie folgt beschrieben werden:


  • Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft an der Schnittstelle von Informatik und Betriebswirtschaftslehre
  • Die gewonnenen Erkenntnisse werden für die Modernisierung der betrieblichen Abläufe und bestmöglichen IT-Einsatz genutzt
  • Sie leistet durch das Ermöglichen eines Wettbewerbsvorsprungs einen erheblichen Beitrag zu Mehrwerten für die Unternehmen

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