Wertkette

Kurz & einfach erklärt:

Wertkette verständlich & knapp definiert

Die Wertkette ist ein von dem amerikanischen Betriebswirt Michael E. Porter entwickeltes Managementkonzept. Mit dessen Hilfe lassen sich im Zusammenhang stehende Unternehmensaktivitäten im Gütererstellungsprozess eines Betriebes grafisch darstellen.

Die Wertkette, meist Wertschöpfungskette genannt, ist ein vom amerikanischen Betriebswirt Michael E. Porter aufgestelltes Managementkonzept. Es identifiziert eine logische Aneinanderreihung von Tätigkeiten, die ein Produkt durchläuft, bis es vom Ausgangsrohstoff zum anwendbaren Produkt wird. Der Begriff Wertkette bezieht sich nur auf das anschauliche Diagramm, während die Wertschöpfungskette den kompletten Managementprozess bezeichnet.

Primäre und unterstützende Aktivitäten

Porter unterteilte die Wertkette in primäre und unterstützende Aktivitäten, welche auf die Marge hinauslaufen.


Unter Primäraktivitäten fallen alle Tätigkeiten mit einem direkten Bezug auf die Wertschöpfung eines Produktes. Das Grundmodell von Porter ist, der Reihenfolge nach, folgende Abteilungen den primären Aktivitäten zuzuordnen:


  1. Eingangslogistik: Hierunter fällt die Warenannahme, Zwischenlagerung der eingegangenen Rohstoffe und der Transport zur Produktion.
  2. Operationen: Unter Operationen fällt der gesamte produktive Bereich. Hier wird aus den eingehenden Rohstoffen das fertige Produkt.
  3. Marketing & Vertrieb: Hier werden die Werbestrategien festgelegt, um den Kunden zum Kauf des Produktes zu bewegen.
  4. Ausgangslogistik: Die Ausgangslogistik übernimmt die Distribution der Produkte zum Groß- und Einzelhandel, aber auch zum Endkunden.
  5. Kundendienst: Der Kundendienst ist für die Wertsteigerung oder auch Werterhaltung eines Produktes zuständig. Neben Installations- und Reparations-Teams gehören auch Reklamationsbearbeitung und Trainings in diese Kategorie.

Mit Unterstützungsaktivitäten sind Tätigkeiten gemeint, welche eine notwendige Voraussetzung für die Ausführung primärer Aktivitäten darstellen. In Porters Grundmodell wird zwischen vier verschiedenen Unterstützungsaktivitäten unterschieden:


  • Unternehmensinfrastruktur: Unter ihr werden die strategische Planung, Qualitätsmanagement, Rechnungswesen, sowie Führungs- und Planungsmechanismen angewendet.
  • Personalwirtschaft: Die Personalrekrutierung übernimmt die Einstellung und Entwicklung von Mitarbeitern, ebenso wie die Bezahlung von Angestellten.
  • Technologieentwicklung: Sie entspricht dem Forschungs- und eines Unternehmens.
  • Beschaffung: Neben dem Einkauf sämtlicher Güter eines Unternehmens findet in diesem Bereich auch die Beschaffung von marktrelevanten Informationen statt.

Ziele der Wertkette

Ein Unternehmen setzt die Wertkette ein, um Wettbewerbsvorteile zu identifizieren. Durch die Analyse von Konkurrenten mithilfe der Wertkette kann der Mehrwert der Endprodukte unterschieden und mit der Konkurrenz verglichen werden. Die Definition von Wertketten kann für ein Unternehmen ein sehr aufwendiger Prozess sein. Daher wird oft ein vereinfachtes Verfahren angewendet, in dem einzelne Unternehmensbereiche mithilfe von Wertketten definiert werden.

Wertkette – Zusammenfassung

  • Die Wertkette entspricht einem Managementkonzept, das die Marge anhand der unternehmerischen Aktivitäten identifizieren kann.
  • Die Wertkette unterscheidet zwischen primären und unterstützenden Aktivitäten. Keine der beiden kommt komplett ohne die andere aus.
  • Dient in erster Linie dazu, Wettbewerbsvorteile auszuloten und den Wert der eigenen Produkte anschaulich darzustellen.

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