Schuldner

Kurz & einfach erklärt:

Schuldner verständlich & knapp definiert

Ein Schuldner ist eine juristische oder natürliche Person, der aus einem Schuldverhältnis eine Leistungspflicht gegenüber einem Gläubiger hat. Ein Schuldverhältnis kann gesetzlich oder vertraglich sein, ein Beispiel für ein vertragliches Schuldverhältnis ist der Kaufvertrag.

Bei einem Schuldner handelt es sich um eine natürliche oder juristische Person, die einem Vertragspartner eine Leistung schuldet. Ein solches Schuldverhältnis tritt in unterschiedlichen Formen auf: Bei der geschuldeten Leistung kann es sich zum Beispiel um einmalige oder regelmäßige Geldleistungen, Warenlieferungen und die Durchführung von Dienstleistungen handeln. Auch beim Übertrag von Eigentum wie bei einem Autokauf sowie bei Arbeitsverträgen liegt ein Schuldverhältnis vor. Die empfangende Seite nennt das Bürgerliche Gesetzbuch, welches Schuldverhältnisse detailliert regelt, Gläubiger.

Glaubiger und Schuldner
Zusammenhang von Schuldner & Gläubiger

Pflichten des Schuldners

Ein schriftlich fixierter oder anderweitig entstandener Vertrag enthält die Pflichten eines Schuldners. In einem Kreditvertrag halten die Vertragsparteien zum Beispiel fest, wann der Kreditnehmer in welcher Höhe Raten zu überweisen hat. Bei einem Mobilfunkvertrag vereinbaren beide Seiten, welche Grundgebühren der Kunde wann zu zahlen hat und welche Gebühren für zusätzliche Einzelleistungen anfallen können. Ein einmaliger Kauf einer bestimmten Ware verpflichtet den Verbraucher, den Rechnungsbetrag in einer gewissen Frist zu überweisen.

In den beiden letzten Beispielen hat aber auch der Vertragspartner die Rolle des Schuldners inne. Der Mobilfunkanbieter muss die vereinbarten Leistungen wie ein neues Smartphone und Flatrates zur Verfügung stellen, der Verkäufer muss die Ware in dem versprochenen Zustand liefern. Das Gleiche gilt bei einem Arbeitsvertrag: Der Arbeitnehmer muss als Schuldner seine Pflichten als Angestellter erfüllen, der Arbeitgeber muss als Schuldner die fixierten Lohnzahlungen überweisen.

Folgen der Nichterfüllung einer Leistung

Aufgrund der Vielzahl an Schuldverhältnissen lässt sich keine pauschale Aussage treffen, es kommt auf den jeweiligen Bereich, den Vertragsinhalt und auf die genauen Begebenheiten an. Einige oft vorkommende Beispiele für verschiedene Felder lassen sich aber nennen: Geraten Schuldner von Geldzahlungen in Verzug, droht in der Regel zuerst ein außergerichtliches Mahnverfahren plus Mahngebühren. Gegebenenfalls fordern die Gläubiger auch Leistungen zurück, beispielsweise ein gekauftes Produkt.

Bei länger ausbleibender Zahlung droht ein amtliches Mahnverfahren mit gerichtlich ausgestelltem Mahnbescheid und anschließend mit einem Vollstreckungsbescheid. Erbringen Anbieter von Waren und Dienstleistungen ihre Leistungen nicht, müssen sie meist mit einer Mahnung inklusive Fristsetzung für die Vertragserfüllung rechnen. Später kann es zu Klagen kommen, auch die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen ist unter Umständen möglich. Arbeitnehmer müssen bei der Nichterfüllung der Leistung mit Abmahnungen und mit Kündigungen rechnen.

Schuldner - in Stichpunkten zusammengefasst:

  • Schuldner schulden Gläubigern eine Leistung
  • vielfältige Formen der Leistung
  • Schuldner sind oft zugleich Gläubiger
  • unterschiedliche Folgen bei Nichterfüllung

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Themen: Kredit

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