Mängelrüge

Kurz & einfach erklärt:

Mängelrüge verständlich & knapp definiert

Eine Mängelrüge kann vom Kunden immer dann durchgeführt werden, wenn ein geliefertes Produkt mangelhaft oder beschädigt ist. Dabei ist dieser Mangel vom Kunden nachzuweisen. Als Folge der Rüge wird das Produkt zurückgegeben und der Kaufbetrag erstattet.

Bei einer Mängelrüge beanstandet der Kunde eine Ware oder Dienstleistung, weil vereinbarte Anforderungen nicht erfüllt werden. Diese Anforderungen können vertraglich oder gesetzlich festgelegt sein.

Grundlage für das erfolgreiche Geltendmachen einer Mängelrüge ist vor allem eine schnelle und gründliche Prüfung nach Wareneingang oder Leistungserbringung, denn oft muss der Kunde hier vorgegebene Fristen einhalten. 

Wichtig ist außerdem, dass die Mängelrüge unmittelbar nach Bekanntwerden des Schadens erfolgt - am besten schriftlich, damit der Vorgang ausreichend dokumentiert ist.

Mängelarten

Je nach dem Zeitpunkt, an dem der Mangel festgestellt wird, ergeben sich die folgenden Arten von Mängeln:

  • offene Mängel: Diese werden bei der Wareneingangsprüfung oder Abnahme der Dienstleistung festgestellt.
  • Beispiele:Statt der bestellten Menge von 500 Stück werden nur 450 Kilo Weizenmehl geliefert, statt wie vereinbart braunen Fliesen wurden rote Fliesen verlegt
  • versteckte Mängel:Diese werden erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Bezahlung der Rechnung entdeckt.
  • Beispiele:Ein Neuwagen verliert nach einigen Tagen Öl, bei der Seitenwand eines Kleiderschranks löst sich nach einigen Tagen das Furnier

Konsequenzen von Mängelrügen

Eine erfolgreiche Mängelrüge eröffnet dem Kunden verschiedenen Möglichkeiten der Entschädigung:

  • Rücktritt vom Kaufvertrag
  • Umtausch der Ware
  • Vereinbarung eines Preisnachlasses
  • Geltendmachen von Schadensersatz

Umgang von Unternehmen mit einem Mangel und einer Mängelrüge

Grundsätzlich sind die Rechte von Kunden, deren Waren mangelhaft sind, klar geregelt. So können sie fast immer vom Kaufvertrag zurücktreten und erhalten den Kaufbetrag erstattet. Aus Sicht von Verkäufern bzw. Unternehmen kann es aber äußerst sinnvoll sein, den unzufriedenen Kunden weiter zu besänftigen. Beispielsweise könnte ein zusätzlicher Gutschein oder Preisnachlass beim nächsten Kauf gewährt werden. Auch die kostenlose Bereitstellung des mangelhaften Produkts wird beim Kunden gerne gesehen.

Durch dieses freiwillige Entgegenkommen zeigt das Unternehmen, dass es seinen Fehler wiedergutmachen möchte. Somit kann der Kunde mit einer hohen Wahrscheinlichkeit doch noch als solcher behalten werden. Spätestens beim nächsten Kauf bzw. Vertragsgeschäft gleicht der so erzielte Umsatz den Mehraufwand für die freiwillige Entschädigung wieder aus.

Mängelrüge – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Kunden können bei fehlerhaften oder beschädigten Waren eine Mängelrüge durchführen
  • Dann erhält der Kunde in der Regel den Kaufbetrag erstattet oder eine anderweitige Entschädigung
  • Durch freiwillige Zusatzleistungen kann der Kunde trotz Mängelrüge als solcher behalten werden

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Wirtschaft

Weiterführende Artikel:

Absatz: Mit dem Terminus Absatz wird die durch ein Unternehmen von einem Gut oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitspanne ...


Vermögen: Unter den Begriff Vermögen fallen alle Güter und Rechte, die Unternehmen, Privathaushalte und der Staat besitzen. Diese Kategorie ...


Abgrenzung (zeitlich): Eine Abgrenzung in zeitlicher Hinsicht erfolgt, um die Erfolgsermittlung (Gewinne, Verluste) periodengerecht durchführen zu ...


Accounting: Unter Accounting ist die systematische Erfassung und Überwachung der in einem Unternehmen entstehenden Geld- und Leistungsströme ...


Akkordlohn: Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, ...


Aktivkonto: Mit dem Begriff Aktivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten ...