Kongruenzprinzip


Kurz & einfach erklärt:

Kongruenzprinzip verständlich & knapp definiert

 Das Kongruenzprinzip findet in den Wirtschaftswissenschaften sowohl in der Buchhaltung als auch den Finanzwissenschaften und der Organisationslehre Anwendung. Dabei beschreibt Kongruenz die Eigenschaft, dass zwei Aspekte oder Objekte deckungsgleich sind. Beispielsweise müssen sich Schluss- und Anfangsbilanz von Unternehmen beim Übergang von Geschäftsjahren gleichen.

notes Inhalte

Mit dem Kongruenzprinzip werden drei Prinzipien in den Wirtschaftswissenschaften beschrieben. So existiert das Prinzip sowohl in der Finanzwissenschaft als auch der Buchhaltung und der Organisationslehre und bezeichnet hier jeweils unterschiedliche Sachverhalte.

Kongruenzprinzip einfach erklärt

Der Begriff „Kongruenz“ beschreibt die Eigenschaft, deckungsgleich zu sein bzw. Entsprechungen aufzuweisen. Insofern müssen sich beim Kongruenzprinzip zwei oder mehrere Aspekte gleichen. Dabei kennen die Wirtschaftswissenschaften insgesamt drei Teilgebiete, in denen das Kongruenzprinzip zum Einsatz kommt:

  • Buchhaltung: Die Summe der buchhalterischen Periodengewinne müssen langfristig der Summe der Zahlungsüberschüsse entsprechen.
  • Organisationslehre: Im Rahmen der Organisationslehre wird bei diesem Prinzip davon ausgegangen, dass Aufgaben, Kompetenzen und Informationen an jeweils nachgeordneter Stelle deckungsgleich übertragen werden müssen. So kann ein Aufgabenträger seine Aufgabe nur dann erfüllen, wenn ihm hierfür auch die notwendigen Kompetenzen (Entscheidungsbefugnisse, Sicherheitsfreigaben o.ä.) übertragen werden.
  • Finanzwissenschaft: Hier sollen wiederum Kreise von Personen zur Deckung gebracht werden. Beispielsweise muss beim Prinzip der fiskalischen Äquivalenz dafür gesorgt sein, dass der Kreis der Nutzer mit dem Kreis der Zahler übereinstimmt.

Kongruenzprinzip in der Bilanzierung

Zusätzlich zu den drei bereits genannten Bereichen, findet das Kongruenzprinzip auch in der Bilanzierung Anwendung. Hier besagt es wiederum, dass sich die Schlussbilanz des laufenden Geschäftsjahres mit der Anfangsbilanz des Folgejahres decken muss. Durchbrechungen sind hier unter keinen Umständen zulässig und führen zu einer Veränderung von Ergebnissen.

Kongruenzprinzip – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Kongruenz beschreibt die Eigenschaft, deckungsgleich zu sein
  • Beim Kongruenzprinzip müssen folglich zwei oder mehr Faktoren gleich sein
  • Beispielsweise muss die Schlussbilanz eines Jahres immer der Eröffnungsbilanz des Folgejahres entsprechen


Weiterführende Artikel:

Absatz: Mit dem Terminus Absatz wird die durch ein Unternehmen von einem Gut oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitspanne ...


Vermögen: Unter den Begriff Vermögen fallen alle Güter und Rechte, die Unternehmen, Privathaushalte und der Staat besitzen. Diese Kategorie ...


Abgrenzung (zeitlich): Eine Abgrenzung in zeitlicher Hinsicht erfolgt, um die Erfolgsermittlung (Gewinne, Verluste) periodengerecht durchführen zu ...


Accounting: Unter Accounting ist die systematische Erfassung und Überwachung der in einem Unternehmen entstehenden Geld- und Leistungsströme ...


Akkordlohn: Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, ...


Aktivkonto: Mit dem Begriff Aktivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten ...

whatshot Beliebteste Artikel