Nicht jedes in einer Volkswirtschaft produzierte Gut kann als eigenständig betrachtet werden. Vielmehr existieren Waren und Dienstleistungen, die voneinander abhängig sind. Diese nennt man Komplementärgüter.
Ein klassisches Beispiel dafür sind Schuhe und das dazugehörige Reinigungsmittel. Je mehr Schuhe produziert und genutzt werden, desto stärker wird der Reinigungsmittelverbrauch steigen. Volkswirtschaftlich betrachtet handelt es sich demnach um Güter, deren Absatz stark voneinander abhängig ist.
Bemerkenswert ist, dass Komplementärgüter häufig einem sogenannten Partizipationseffekt unterliegen. Das bedeutet, dass ein steigender Preis des einen Gutes nicht nur einen Absatzeinbruch desselben Gutes zufolge hat. Auch das Komplementärgut wird weniger abgesetzt – selbst wenn es dafür keine Preisänderungen gab.
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