Internes Marketing

Kurz & einfach erklärt:

Internes Marketing verständlich & knapp definiert

Zufriedene Mitarbeiter, insbesondere Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt, haben einen entscheidenden Einfluss auf die Zufriedenheit der Kunden und infolgedessen auf den Erfolg des Unternehmens. Internes Marketing hat die Aufgabe, das Marketing als innerbetriebliche Denkhaltung im entsprechenden Unternehmen durchzusetzen mit dem Ziel, marktorientierte Unternehmensziele besser und möglichst in vollem Umfange zu erreichen.

Mit internem Marketing werden Marketingprinzipien auf die Unternehmung selbst übertragen. Dieses Modell nimmt einen großen Einfluss auf die Unternehmenskultur sowie Macht- und Politikverhältnisse innerhalb einer betrieblichen Organisation.

Ziel des internen Marketings ist es, die Arbeitnehmer als interne Kunden anzusehen und infolgedessen Motivation, Konzentration, Zufriedenheit und Kundenorientierung zu steigern. Dies erhöht die Effektivität beim Kunden und kommt wiederum dem Unternehmen zu Gute.

Durchführung von internem Marketing


Über das interne Marketing werden Arbeitnehmer als Konsumenten betrachtet. Die Arbeitsplätze werden hingegen als interne Produkte gesehen. Diese Produkte sollen den Bedürfnissen des Konsumenten beziehungsweise Arbeitnehmer entsprechen. Die so erzielte Motivationssteigerung wirkt sich auf Leistungsfähigkeit und Qualität und langfristig auch auf die Kundenzufriedenheit aus.

Die drei Zielebenen des internen Marketings


Das interne Marketing kann in drei Zielebenen unterschieden werden. Aufgrund der inhaltlichen Verzahnung ist eine komplett isolierte Sichtweise der drei Ebenen kaum möglich, dennoch wollen wir sie zum besseren Verständnis gesondert aufführen:

  • Kognitive Ziele
    Die kognitiven Ziele, die auch „erste Ebene“ genannt werden, umfasst alle Zielbereiche, die sich um gedankliche Prozesse drehen. In dieser Ebene geht es darum, dass der Mitarbeiter die Erwartungen des Kunden kennt und sich auch der externen Marketingstrategie bewusst ist.
  • Affektive Ziele
    Die zweite Ebene der Zielsetzung behandelt insbesondere das Vertrauen. Zum einen ist hier das Vertrauen von Mitarbeiter zu Arbeitgeber gemeint, zum anderen auch das Vertrauen des Kunden zum Unternehmen. Vertrauen baut sich nur langsam auf und bedarf immer einer Zufriedenheit, daher steht die Steigerung der Zufriedenheit hier an erster Stelle.
  • Konative Ziele
    Die dritte und letzte Ebene im internen Marketing beschäftigt sich mit der Handlungsweise von Mitarbeitern und Kunden. Sie hat zum Ziel, dass Mitarbeiter sich dem Unternehmen verpflichtet fühlen und von eigeninitiativ an der Erreichung der Unternehmensziele mitwirken wollen. Mitarbeiter, aber auch Kundenbindung, genießen bei den konativen Zielen oberste Priorität.

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Themen: Marketing

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