Hypothekenzinsen

Kurz & einfach erklärt:

Hypothekenzinsen verständlich & knapp definiert

Unter Hypothekenzinsen versteht man die Zinsen, die für ein abgesichertes, langfristiges Darlehen bezahlt werden müssen. Hypothekenzinsen werden zusätzlich in das Grundbuch eingetragen. Sie werden durch das Niveau der Kapitalmarktzinsen beeinflusst.

Ein Darlehen, welches durch die Eintragung eines Grundbuchrechtes in Form der Hypothek oder Grundschuld besichert wird, wird als Hypothekendarlehen bezeichnet.

Zwangsversteigerung und Hypothekenzinsen
Wie hoch die Hypothekenzinsen ausfallen, hängt von verschiedensten Faktoren ab
Die damit verbundene Verzinsung für das gewährte Baudarlehen ist die Hypothekenverzinsung oder der Hypothekenzins. Die Hypothekenzinsen werden zusätzlich aufgrund der Bestimmungen des BGB in das Grundbuch eingetragen.

Die Berechnung der Hypothekenzinsen beruht auf mehreren Faktoren. Hier fließen objektbezogene und personenbezogene Merkmale der Darlehensvergabe ein.

 Der Hypothekenzinssatz selbst ist ein Sollzinssatz. Er wird rein für die Überlassung des Kapitals erhoben, beschreibt die gesamten Kreditkosten aber noch nicht abschließend.

Es können weitere Kosten wie Bereitstellungszinsen oder Kontoführungsgebühren auf den Kreditnehmer zukommen. Diese werden in den effektiven Darlehnszinsen ausgewiesen.

 

Bestimmung der Hypothekenzinsen

Wie hoch die Hypothekenzinsen ausfallen, ist von verschiedensten Faktoren abhängig:


  • Die aktuelle Marktsituation beeinflusst den heutigen Zinssatz stark. Sind die Leitzinsen hoch, müssen Kreditnehmer viel Geld für das Darlehen bezahlen und vice versa.
  • Weil Hypothekendarlehen langfristig vergeben werden, spielt auch die Inflation eine Rolle bei der Zinsermittlung.
  • Je länger die Laufzeit des Darlehens, desto niedriger fallen die jährlichen Zinsen aus. Gleichzeitig steigen die absolut zu leistenden Zinszahlungen.
  • Die persönliche Bonität des Kreditnehmers ist neben der allgemeinen Marksituation der wichtigste Faktor für die Höhe der Hypothekarzinsen. Je sicherer die Rückzahlung für die Bank ist, desto niedriger fällt der Hypothekenzins aus.

Zinsbindungsphase der Hypothekenzinsen

Hypothekenzinsen können sowohl als fixe als auch als variable Zinsen vereinbart werden. In der Praxis ist es allerdings gängig, die Hypothekenzinsen für 5 bis 20 Jahre festzuschreiben. Vor allem der Kreditnehmer profitiert von der Planungssicherheit, zahlt dafür aber einen kleinen Aufschlag auf die heutigen Marktzinsen.

Hypothekenzinsen – Erklärung & Definition – Zusammenfassung

  • Hypothekenzinsen werden vom Kreditnehmer für einen Hypothekenkredit an die Bank bezahlt
  • In der Regel handelt es sich um ein Immobiliendarlehen
  • Die Hypothekenzinsen werden ins Grundbuch der Immobilie eingetragen
  • Die Zinshöhe wird maßgeblich durch das Marktniveau und die persönliche Bonität des Schuldners bestimmt

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