Handelsabkommen

Kurz & einfach erklärt:

Handelsabkommen verständlich & knapp definiert

Handelsabkommen zwischen Staaten legen fest, unter welchen Bedingungen Wirtschaftsakteure in das jeweils andere Land exportieren dürfen. Wichtige Elemente können Regelungen zu den Zöllen und Importquoten sein. Die Verträge können auch Bestimmungen zu ausländischen Investitionen umfassen.

In einem Handelsabkommen regeln zwei oder mehrere Staaten die gegenseitigen Außenhandelsbeziehungen. Diese bilateralen und multilateralen Handelsverträge sollen den internationalen Austausch von Waren und Dienstleistungen intensivieren und allen Beteiligten zugutekommen. Bei den konkreten Inhalten findet sich eine große Bandbreite. Handelsabkommen können einen beschränkten Handel oder einen umfassenden Freihandel ermöglichen. Unterschiede gibt es auch bei der Laufzeit. Die Vertragsparteien können kurzfristige und langfristige Abkommen sowie dauerhafte Verträge unterzeichnen.

Mögliche Regelungen in Handelsabkommen

Die Vertragsparteien können in einem Abkommen sämtliche Aspekte thematisieren, die den Umfang und die Art der Handelsbeziehungen betreffen. Meist zielen die Verträge darauf ab, Handelshemmnisse zu reduzieren. Zu den klassischen Hemmnissen zählen Importquoten und Zölle. Importquoten deckeln für unterschiedliche Güter die Menge an Einfuhren, Zölle verteuern Importe. In einem Handelsabkommen beschließen die Beteiligten zum Beispiel:

  • Erhöhung der Importquoten: Die Unternehmen des jeweils anderen Staats dürfen eine erhöhte Menge importieren. Das stellt keine Abnahmepflicht dar. Es bedeutet nur, dass die Staaten die Einfuhr bis zu der Obergrenze erlauben müssen.
  • Reduzierung der Zölle: Diese Maßnahme erhöht die Attraktivität des Handels finanziell.
  • Abschaffung von Importquoten oder Zöllen: Die Staaten beseitigen diese Handelshemmnisse.


Handelsabkommen beziehen sich häufig auch auf technische Standards und andere gesetzliche Bestimmungen. Diese wirken sich ebenfalls hemmend aus, sofern die Unternehmen in anderen Staaten die Kriterien nicht erfüllen können. Der garantierte Zugang zu Häfen und anderen Umschlagplätzen für Waren kann zusätzlich Bestandteil eines Vertrags sein.

Freihandelsabkommen als weitgehende Form

In den letzten Jahrzehnten haben Freihandelsabkommen an Bedeutung gewonnen. Die Beteiligten schaffen mit ihnen die Handelshemmnisse vollständig ab oder vereinbaren höchstens wenige Ausnahme. Diese Verträge zeichnen sich durch den Wegfall von Importquoten und Zöllen sowie die Standardisierung rechtlicher Normen aus. Einige Verträge enthalten zudem Regelungen über den Investitionsschutz. Die Staaten sichern sich gegenseitig zu, dass sie die Investitionen ausländischer Unternehmen in ihrem Land nicht durch spätere Gesetzesbeschlüsse und ähnlichem negativ beeinflussen. Oftmals entscheiden unabhängige Schiedsgerichte über Verstöße.

Handelsabkommen - Zusammenfassung:

  • völkerrechtlicher Vertrag zwischen Staaten
  • Vereinbarung über handelsrechtliche Themen
  • Ziel: Stärkung der Handelsbeziehungen

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