Goldminenaktien

Kurz & einfach erklärt:

Goldminenaktien verständlich & knapp definiert

Goldminenaktien sind eine alternative zur Anlage in Form von physischem Gold in Goldbarren- oder Münzform. Es werden Aktien an Unternehmen erworben, die das Edelmetall Gold in Minen abbauen und auf dem Weltmakt handeln.

Bei Goldminenaktien handelt es sich um Wertpapiere mit denen sich der Aktionär an einem im Bergbau tätigen Unternehmen beteiligt. Meistens sind diese Unternehmen neben dem Schürfen von Gold auch noch mit dem Abbau weiterer Edelmetalle und Rohstoffe beschäftigt. Aufgrund der hohen Skaleneffekte bzw. Economies of Scales  der Goldproduktion handelt es sich meist um Unternehmen mit Marktkapitalisierung von mehreren Milliarden Euro, der kleine Mittelständler hat nur verschwindend geringe Anteile an der Goldproduktion.

Investmentchancen und -vorteile der Goldminenaktien


In der klassischen volkswirtschaftlichen Betrachtung sind die Goldminenaktien (sowie auch kohlefördernde Unternehmen) dem ersten Sektor (Primärsektor, Schürfen & Bergbau) zugeordnet. Unternehmen wie Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) , BHP BIlliton (ISIN: US0886061086) Glencore (ISIN: JE00B4T3BW64) haben langfristige Verträge bzw. Förderlizenzen mit den Landern geschlossen, in denen sie jeweils die Minen betreiben. In einem sehr arbeits- und materialaufwendigen Prozess trennen sie das Urgestein und die Edelmetalle und veräußern diese dann auf dem Weltmarkt. der Vorteikl bei Gold (& Silber) ist, dass es keinerlei technischer Alterung unterliegt: Die Faszination Edelmetall zu Schmuckzwecken bewegte die Menschen schon seit langer Zeit, zudem steigt auch der Bedarf in der Industrie stets an. Inzwischen ist nicht nur von knappen "seltenen Erden" die Rede, sondern auch von einem im Vergleich zur Nachfrage sehr beschränkten Goldangebot.

Der Anlagehorizont für Goldaktien ist deshalb eher langfristig: Bei beinahe gleich bleibenden Produktionskosten würde sich jede Steigerung der Goldnotierungen auch in einem Mehrerlös niederschlagen, der sich positiv auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirken wird. Es geht dabei im Wesentlichen um die inneren Werte bzw. auch Reserven, die die Goldminen und neu erschlossene Schürfgebiete in sich haben.

Anders als beim einmaligen Kauf einer bestimmten Menge Gold möchte der Aktionär deshalb von den jährlichen Gewinnen aus der Produktion profitieren und schätzt auch die Dividendenrendite der Aktien. Bei BHP Billiton wird weiterhin eine Dividendenrendite zwischen 2 und 3 % erwartet, womit die Aktie insbesondere die aktuellen Zinsen von festverzinslichen um Längen schlägt.

Kritik am Investment in Goldminenaktien


Am Sachwert und der Beständigkeit der Geschäftstätigkeit der einzelnen Goldminenunternehmen entzündet sich meist keinerlei substanzielle Kritik. Anders als beispielsweise bei den Elektronikkonzernen bzw. der IT kommt es zu keinem schnellen Produktwechsel oder einer vorzeitigen Alterung der Produktpalette. Allerdings sehen einige Analysten die hohe Abhängigkeit von den Gold- und Rohstoffnotierungen als ein systemisches Risiko an. Anders als beispielsweise die großen Nahrungsmittelhersteller wie Nestlé und ähnliche können sinkende Marktpreise nicht durch andere Produktgruppen ausgeglichen werden. Zudem gibt es Phasen rasant steigender Kurse, die immer wieder von langen Durststrecken/Stagnationsphasen abgelöst werden.

Zusammenfassenung - Merkmale von Goldminenaktien:

  • Es handelt sich meist um Beteiligungen an größeren Unternehmen
  • Das Aktieninvestment ist eher langfristig orientiert anstatt schnelle Kursgewinnchancen zu suchen
  • Bei den meisten Goldminenaktien handelt es sich um Beteiligungen an Unternehmen, die auch weitere Rohstoffe schürfen

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Themen: Börse

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