Geldmarktkredit

Kurz & einfach erklärt:

Geldmarktkredit verständlich & knapp definiert

Der Geldmarkt ist der Teil des Kreditmarktes, an dem Banken und große Wirtschaftsunternehmen Geld zu Zentralbankzinssätzen leihen können. Die Geldmarktkredite besitzen kurz- und mittelfristige Laufzeiten, und werden vorrangig für die Beschaffung von Geld zum Zwecke des Tagesgeschäftes genutzt.

Ein Geldmarktkredit ist für Unternehmen, Privatpersonen sowie Banken erhältlich. Das angeforderte Kapital stellen in der Regel international aufgestellte Kreditinstitute zur Verfügung. Die Laufzeiten können sowohl einige Wochen als auch einige Monate betragen. Bei sogenannten Außenhandelsgeschäften kann die Dauer der jeweiligen Laufzeit von den üblichen Rückzahlungsfristen unter bestimmten Umständen erheblich abweichen. Der Geldmarktkredit ist überwiegend in gängigen Währungen, wie zum Beispiel dem Euro oder dem amerikanischen Dollar, verfügbar. Die Berechnung des Zinssatzes orientiert sich am EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) bzw. am LIBOR (London Interbank Offered Rate).

Verwendung von Geldmarktdarlehen


Geldmarktdarlehen eigenen sich besonders dann, wenn um eine möglichst zinsgünstige Finanzierung über einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum geht. Mit diesen Eigenschaften ist diese Form der Kapitalbeschaffung vor allem bei Unternehmen jedweder Branche beliebt. Wegen seiner Verfügbarkeit in verschiedenen Währungen eignet sich der Geldmarktkredit sowohl für Inlands- als auch Auslandsgeschäfte bestens.

Eine etablierter Schutz vor unvorhersehbaren finanziellen Verlusten


Die Aufnahme eines solchen Darlehens hat sich darüber hinaus zur Absicherung von Exportforderungen im Laufen der letzten Jahrzehnte etabliert. Hierbei steht in erster Linie der Schutz vor Währungsschwankungen im Vordergrund. Der Umfang der verfügbaren Währungen, welche in den führenden westlichen Industrienationen als offizielles Zahlungsmittel Gültigkeit haben. Geldmarktkredite verfügen über keine Höchstbeträge und bieten aus diesem Grund ein hohes Maß an Flexibilität für die Schuldner. Bestehen allerdings mit einem Geldgeber Rahmenverträge, kann die Mindestsumme im Zuge der Kapitalbeschaffung durch eine Bank fest vordefiniert sein.

Anleger und Investoren profitieren gleichermaßen


Der Geldmarktkredit stellt für Anleger sowie für Investoren eine gute Option dar, um Geschäfte im In- uns Ausland gewinnbringend unter Berücksichtigung ausreichend vieler Schutzmaßnahmen erfolgreich zu tätigen bzw. abzuschließen. Banken bieten ihren Kunden in diesem Zusammenhang meist individuelle gestaltete Rahmenverträge für den Erhalt eines Geldmarktkredits an. In dessen mit dem Kunden festgelegten Grenzen können sich die Darlehensnehmer frei bewegen und ihren finanziellen Bedarf frei nach Bedarf decken. Zudem haben sich in den vergangenen Jahren viele Kreditinstitute mit dem Geldmarktkredit ins Online-Geschäft gewagt. Für all jene, die Kapital benötigen und keine Zeit für langwierige Verhandlungen vor Ort bei ihrem Berater haben, empfiehlt sich daher eine ausgiebige Internet-Recherche nach den entsprechend passenden Angeboten der Banken.

Die Eckpfeiler des Geldmarktkredits in einem kurzem Überblick


Folgende Eigenschaften besitzt ein Geldmarktkredit:

  • Für Privatpersonen, Unternehmen sowie Banken erhältlich
  • Bietet Schutz vor Währungsschwankungen bei Auslandsgeschäften
  • Individuell gestaltete Rahmenverträge sorgen für hohe Übersichtlichkeit
  • Viel Handlungsspielraum durch den kurzfristigen Erhalt des benötigen Kapitals
  • Kurz- bis mittelfristige Laufzeiten sind üblich

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Themen: Kredit

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