G7

Kurz & einfach erklärt:

G7 verständlich & knapp definiert

Die G7 sind ein Zusammenschluss der sieben wichtigsten Industrieländer, dazu zählen Deutschland, Großbritannien, USA, Kanada, Frankreich, Japan und Italien. Bei regelmäßigen G7-Treffen werden wichtige wirtschafts- und außerpolitischen Fragen geklärt.

Die G7 sind ein Format, in dem die sieben wichtigsten Industrienationen der westlichen Hemisphäre regelmäßig Gipfeltreffen ihrer Staats- und Regierungschefs abhalten, um sich auszutauschen. Es handelt sich dabei nicht um eine feste Organisation, sondern um einen informellen Zusammenschluss. G7-Mitglieder sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Die EU-Kommission ist als Beobachter dabei.

In den G7-Staaten leben rund 11 Prozent der Weltbevölkerung. Der Anteil ist rückläufig, weil die Bevölkerung außerhalb der G7-Länder schneller wächst. Zur weltweiten Wirtschaftsleistung tragen die Mitgliedsstaaten trotz des vergleichsweise geringen Bevölkerungsanteils zu einem Drittel bei. Der Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung sinkt ebenfalls, da Schwellenländer wie China oder Indien inzwischen ein deutlich dynamischeres Wirtschaftswachstum aufweisen.

1975 als G6 ins Leben gerufen


Flagen von G7 Mitgliederstaaten
Die G7 sind ein informeller Zusammenschluss der sieben wichtigsten Industrieländer
Der Ursprung der G7-Treffen reicht bis ins Jahr 1975 zurück. Damals fand erstmals ein internationales Treffen in ähnlichem Format statt - damals noch mit sechs Mitgliedern (G6: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und USA). Gipfel-Ort war Schloss Rambouillet bei Paris.

Die Vorlage dazu hatten die seit 1973 stattfindenden regelmäßigen informellen G5-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Japans und der USA geliefert. Seit 1976 nimmt auch Kanada an den Gipfeltreffen teil, wodurch aus den G6 die G7 wurden.

Nach dem Zerfall des Ostblocks und der Auflösung der Sowjetunion wurde Russland 1998 als weiteres Mitglied in die Runde aufgenommen, so dass jetzt von den G8 gesprochen wurde. Unmittelbar nach der Annexion der Krim im März 2014 wurde Russland allerdings von den übrigen Mitgliedern aus den G8 ausgeschlossen, die damit wieder zur G7 wurden.

Verlagerung zu außenpolitischen Themen


Die inhaltlichen Themen der G7-Treffen werden durch die jeweils aktuelle Weltlage bestimmt. Je nach Ereignissen und Entwicklungen haben sich die Themenschwerpunkte im Zeitablauf verlagert. Beim G6-Treffen 1975 standen noch Finanz- und Währungsfragen im Mittelpunkt. Kurz zuvor war das Währungssystem von Bretton Woods zerbrochen und die erste Ölkrise hatte stattgefunden. In den folgenden Jahren weitete sich das Themenspektrum deutlich aus.

Heute werden auch Umwelt- und Klimafragen, Terrorismus-Bekämpfung, Gesundheits- und Bildungspolitik, internationale Rechtsthemen, entwicklungspolitische Herausforderungen usw. behandelt. Die Außenpolitik hat gegenüber der ursprünglichen Fokussierung auf Finanz- und Währungsfragen stark an Bedeutung gewonnen.

Als informeller Zusammenschluss verfügen die G7 nicht über eine ständige Organisation. Die Präsidentschaft wechselt jährlich unter den Mitgliedsstaaten, die dann auch für die Gipfelorganisation zuständig ist. Der letzte G7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft war 2015 in Schloss Elmau, davor 2007 in Heiligendamm.

Zusammenfassung G7


  • Die G7 sind ein informeller Zusammenschluss der sieben wichtigsten Industrieländer Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und USA;
  • 1975 als G6 gegründet, entstanden durch die Aufnahme Kanadas (1976) die G7 und Russlands (1998) die G8. Nach dem Ausschluss Russlands im Zuge der Krim-Annexion 2014 heißt das Format wieder G7;
  • die regelmäßigen G7-Treffen der Staats- und Regierungschefs dienen dem Austausch wichtiger wirtschafts- und außenpolitischer Fragen.

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Themen: Wirtschaft

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