Fondsgebundene Lebensversicherung

Kurz & einfach erklärt:

Fondsgebundene Lebensversicherung verständlich & knapp definiert

Wer das Risiko nicht scheut und höhere Renditen erzielen möchte, findet in der fondsgebundenen Lebensversicherung eine gute Anlagemöglichkeit. Als Altersvorsorge sollte sie jedoch nicht das einzige Standbein sein, da der Anleger schlimmstenfalls alles verlieren kann. Besonderes Augenmerk sollte zudem auf die Kosten wie Abschlussgebühren, Provision und Verwaltungskosten gelegt werden.

Eine fondsgebundene Lebensversicherung ist eine Form der Kapitallebensversicherung. Durch die Geldanlage in den Kapitalmarkt können im Vergleich zur klassischen Lebensversicherung höhere Renditen erzielt werden. Die fondgebundene Lebensversicherung ist gerade in Zeiten der Niedrigzinsphase eine Anlagemöglichkeit, die immer häufiger Anwendung findet. Die fondsgebundene Lebensversicherung verbindet das Fondssparen mit der Personenabsicherung. Um das Risiko von Fonds bewerten zu können, sollten Anleger über eine gewisse Marktkenntnis verfügen.

Höheres Risiko im Vergleich zur klassischen Lebensversicherung

Der größte Unterschied zwischen einer fondsgebundene Lebensversicherung und einer klassischen Lebensversicherung liegt im Garantiezins. Die fondsgebundene Lebensversicherung hat keinen Garantiezins. Aus diesem Grund liegt das Risiko komplett beim Anleger. Die Höhe der Auszahlung wird durch den Wert der Fondsanteile am Ende der Laufzeit ermittelt.

Mehr Risiko ermöglicht höhere Renditen

Da kein Garantiezins bei einer fondsgebundene Lebensversicherung vorliegt und das Risiko in der Regel höher ist, fallen auch die Renditen höher aus. Sie können die Rendite einer klassischen Lebensversicherung bei Weitem übersteigen. Weiterhin hat auch die Versteuerung positive Auswirkungen. Bei einer fondsgebundene Lebensversicherung mit einer Laufzeit von mindestens zwölf Jahren muss der Versicherungsnehmer bei Auszahlung nur den hälftigen Kapitalertrag versteuern. Die Voraussetzung für diese Steuervergünstigung ist das Alter des Versicherungsnehmers bei Auszahlung. Er muss mindestens 60 Jahre alt sein.

In welche Fonds kann investiert werden?

Die Anlagemöglichkeit ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Manche Versicherungen investieren nur in hauseigene Fonds, um das Risiko besser bewerten zu können. Ein Fondswechsel kann aber auch mit Gebühren verbunden sein. Sollte ein Anbieter seinen Kunden im Unklaren darüber lassen, in welche Fonds er investiert, ist der Kapitalanleger gut damit beraten, diese fondsgebundene Lebensversicherung zu vergleichen und sich Fondstests anzuschauen.

Fondsgebundene Lebensversicherung – Zusammenfassung

  • Es sind weit höhere Renditen möglich als bei einer klassischen Lebensversicherung.
  • Da das Geld am Kapitalmarkt gehandelt wird, besteht ein höheres Risiko.
  • Durch das Fehlen eines Garantiezinses liegt das Anlagerisiko vollständig beim Anleger.
  • In welche Fonds investiert werden kann, ist anbieterabhängig.

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Börse

Weiterführende Artikel:

Emission: Unter Emission ist im betriebswirtschaftlichen Sinne die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren zu verstehen. Die Platzierung dieser ...


Aktienindex: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung ausgewählter Aktienkurse widerspiegelt. Der Index soll die Entwicklung ...


Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis stellt im Aktienrecht ein Verhältnis dar, in dessen Umfang ein Anteilseigner junge Aktien zu seinen ...


Bookbuildungverfahren: Das Bookbuilding-Verfahren (zu Deutsch Orderbuch-Verfahren) ist ein Emissionsverfahren, mit dessen Hilfe die Ausgabe von ...


Börsengesetz: Das deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es betrifft ausschließlich ...


Branchenfonds: Branchenfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger überwiegend in Aktien eines bestimmten Wirtschaftszweiges ...