Finanzinvestition

Kurz & einfach erklärt:

Finanzinvestition verständlich & knapp definiert

Bei einer Finanzinvestition handet sich um eine mittel- und langfristige Geldanlage mit dem Ziel zukünftige Zahlungsströme zu erlangen. Sie umfassen Beteiligungsrechte sowie Gläubigerrechte.

Bei einer Finanzinvestition handelt es sich um eine mittel- oder langfristige Geldanlage mit dem Ziel zukünftige Zahlungsströme zu erlangen, die die Ursprungsinvestition übersteigen. Die Fristigkeit bzw. Haltedauer und eine unterschiedliche Risikobehaftetheit unterscheiden die Finanzinvestition von der Spekulation an den Börsen. Für die Finanzinvestition steht eine Vielzahl unterschiedlicher Geldanlagemöglichkeiten zur Verfügung, die auch Investmentvehikel genannt werden.


Wesentliche Formen der Finanzinvestition


Finanzinvestitionen können sowohl von Unternehmen, als auch privaten und institutionellen Anlegern getätigt werden. Dafür steht an den Finanzmärkten eine Vielzahl an Investmentmöglichkeiten zur Verfügung: Mit Aktien beteiligen die Anleger sich am Eigenkapital der Unternehmen und erhalten eine chancenreiche unternehmerische Beteiligung (Eigenkapital). Festverzinsliche Wertpapiere versorgen die Unternehmen mit Kapital und lösen beim Anleger einen zukünftigen Zahlungsstrom aus den Zinszahlungen und der Tilgung bei Laufzeitende aus.

Eine weitere Möglichkeit der Finanzinvestition ist die direkte unternehmerische Beteiligung beispielsweise durch den Kauf von GmbH-Anteilen. Wenn damit keine Stimmenmehrheit erworben wird, dann handelt es sich um eine echte Finanzinvestition. Die Grenzen zur Sachinvestition sind allerdings fließend, wenn keine Handelbarkeit an den Börsen gegeben ist und nicht die Finanzinvestition, sondern das unternehmerische Engagement im Vordergrund stehen.


Aufgaben und Wirkungen der Finanzinvestition


Für den Anleger hat die Finanzinvestition die Hauptaufgabe der Vermögensbildung. Durch das Investment in Unternehmen oder Anleihen des Finanzsektors soll eine nach Steuer-Rendite erzielt werden, die die Inflationsrate übersteigt. Die Idee hinter der Finanzinvestition ist die klassische Spar-Idee: Der Konsumverzicht "heute" (also das nicht Ausgeben der Finanzmittel jetzt) wird durch eine höhere Summe Zahlungsmittel am Ende der Anlagedauer belohnt.

Für Unternehmen oder auch sich refinanzierende Banken ist die Finanzinvestition eine Möglichkeit, das eigene Eigenkapital besser zu nutzen. Es sind nicht nur Investitionen in Höhe der bereits vorhandenen Mittel möglich, stattdessen können weitreichende Investitionen getätigt werden. Da deren prognostizierte und tatsächliche Rendite höher als die Finanzierungskosten und die sonstigen Kosten sind, lässt sich damit eine Zusatzrendite auf das Eigenkapital realisieren. Die Finanzinvestition führt deshalb in aller Regel auch zu einem Wachstumsprozess. Aus diesem Grund kann die Bedeutung der Finanzinvestition und deren damit verbundene volkswirtschaftliche Wirkung gar nicht hoch genug geschätzt werden.

Die wesentlichen Merkmale einer Finanzinvestition sind:

 

 

  • Einem Investment zu Beginn der Investition folgen Zinszahlungen und Rückzahlung zu einem späteren Zeitpunkt
  • Es werden keine bestimmten Güter (wie ein LKW oder eine Maschine) direkt gekauft, sondern Wertpapiere oder eine Unternehmensbeteiligung
  • Mit der Finanzinvestition kann der Schuldner Wachstum generieren und die Eigenkapitalverwendung hebeln

 

5.0 / 5  (1 vote)

Weiterführende Artikel:

Absatz: Mit dem Terminus Absatz wird die durch ein Unternehmen von einem Gut oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitspanne ...


Vermögen: Unter den Begriff Vermögen fallen alle Güter und Rechte, die Unternehmen, Privathaushalte und der Staat besitzen. Diese Kategorie ...


Abgrenzung (zeitlich): Eine Abgrenzung in zeitlicher Hinsicht erfolgt, um die Erfolgsermittlung (Gewinne, Verluste) periodengerecht durchführen zu ...


Accounting: Unter Accounting ist die systematische Erfassung und Überwachung der in einem Unternehmen entstehenden Geld- und Leistungsströme ...


Akkordlohn: Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, ...


Aktivkonto: Mit dem Begriff Aktivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten ...