Exporte

Kurz & einfach erklärt:

Exporte verständlich & knapp definiert

Exporte sind alle Produkte und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft, die durch den Verkauf ans Ausland einer fremdländischen Volkswirtschaft zur Verfügung stehen.

Als Exporte bezeichnet man die Summe aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter, die anderen Volkswirtschaften zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen sowohl Waren als auch Dienstleistungen. 


Dabei werden solche Güter in der Regel verkauft bzw. für eine Gegenleistung exportiert. Für die Volkswirtschaft, welche die betreffenden Güter erhält, werden diese Waren bzw. Dienstleistungen zu Importen. 

Aus der Differenz zwischen Exporten und Importen wird der sogenannte Außenhandelsbeitrag errechnet. Dieser ergibt sich, wenn die Zahl der importierten von der aller exportierten Güter abgezogen wird. Der Außenhandelsbeitrag wird häufig auch als Netto-Export bezeichnet. 

Die Bundesrepublik Deutschland besitzt regelmäßig einen positiven Außenbeitrag. Sie gehört zu den exportstärksten Ländern der Welt.

Exporte in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung

Von Exporten ist immer dann zu sprechen, wenn Güter oder Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in einer anderen Volkswirtschaft genutzt werden. Im Gegenzug dafür erhält der Exporteur in der Regel Geld bzw. das Anrecht, in Zukunft ebenfalls Waren zu importieren. Aus volkswirtschaftlicher Sicht stellt der Export ein wichtiges Aggregat des Bruttoinlandsprodukts dar. Konkret setzen sich die Exporte aus zwei Bereichen zusammen:

  • Waren (Handelsbilanz)
  • Dienstleistungen (Dienstleistungsbilanz)


In diesem Zusammenhang werden auch immer die Importe der Volkswirtschaft betrachtet. Sofern diese von den Exporten abgezogen werden, ergibt sich der sogenannte Außenbeitrag. Fällt er positiv aus, so übersteigen die Exporte die Importe. Ein negativer Wert sagt hingegen aus, dass die Volkswirtschaft mehr importiert als exportiert.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist dabei ein Überschuss an Exporten nur durch eine Kreditaufnahme des Auslands zu finanzieren. Denn die vom Ausland getätigten Importe werden dann nicht durch gleichzeitige Exporte von Waren ausgeglichen. Somit steigen die Nettoforderungen von exportstarken Nationen wie etwa Deutschland gegenüber dem Ausland laufend an. Entsprechend steigen die Nettoverbindlichkeiten von Nationen gegenüber dem Ausland, die mehr importieren als exportieren.

Exporte und das magische Viereck

Insbesondere Deutschland wird in den Medien immer wieder als starke Exportnation dargestellt. In der Tat erwirtschaftet die Bundesrepublik praktisch seit Jahrzehnten hohe Exportüberschüsse, was allerdings aus gesamtwirtlicher Sicht nicht positiv zu beurteilen ist. Im Gegenteil, eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz gilt sogar als eines der vier wirtschaftlichen Hauptziele und ist auch im Grundgesetz verankert. Exporte und Importe sollten sich immer die Waage halten.

Sofern dieses Ziel dauerhaft nicht erreicht wird, wachsen die Forderungen des Inlands gegenüber dem Ausland stark an. Diese Forderungen können nur wieder ausgeglichen werden, indem irgendwann die Importe des Inlands wieder ansteigen und die Exporte übersteigen. Ist dies nicht der Fall, so erhält das Inland keine Gegenleistung für seine Exporte – obwohl dies kurzfristig und betriebswirtschaftlich der Fall zu sein scheint.

Exporte – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Exporte sind Waren- oder Dienstleistungslieferungen an das Ausland
  • Abzüglich der Importe ergibt sich der Außenbeitrag
  • Eines der wirtschaftlichen Ziele ist es, dass sich Importe und Exporte ausgleichen 

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Themen: Wirtschaft

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