Europäischer Wirtschaftsraum

Kurz & einfach erklärt:

Europäischer Wirtschaftsraum verständlich & knapp definiert

Der Europäische Wirtschaftsraum ist ein Zusammenschluss aus den Mitgliedsstaaten der EU, Norwegen, Island und Liechtenstein. Unter den Nationen gilt der Freihandel sowie 80 Prozent der Binnenmarktvorschriften der EU, um einheitliche Standards für Unternehmen zu schaffen.

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) ist eine vertiefte Freihandelszone, die zwischen der Europäischen Union und drei weiteren Mitgliedsstaaten besteht. Dazu gehören Island, Lichtenstein und Norwegen, nicht aber die Schweiz.

Entstehung des Europäischen Wirtschaftsraums

Der Europäische Wirtschaftsraum ist bereits im Jahr 1992 entstanden. Sein Ziel ist es, einen kompletten, einheitlichen Binnenmarkt in Europa zu schaffen. Mitglied dieses Binnenmarkts sind aktuell:

  • Europäische Union
  • EFTA


Bei der EFTA handelt es sich um einen Zusammenschluss aus Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz. Ursprünglich war der bereits 1960 gegründete Bund als Gegenpool zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet worden. Aus ihr ging später die EU hervor. Jedes EU-Mitgliedsland ist automatisch auch Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum – das gilt explizit auch für Nationen, die der EU neu beitreten. Hingegen ist es den Staaten der EFTA freigestellt, sich dem EWR anzuschließen. Von diesem Recht macht derzeit aber nur die Schweiz Gebrauch.

Aufgaben und Regelungen des Europäischen Wirtschaftsraums

Der EWR ist eine vertiefte Zone des Freihandels. Zwischen den Nationen werden keine Zölle erhoben, um den Handel zu fördern. Zudem gelten für einen Großteil der Waren einheitliche Standards. So soll sichergestellt werden, dass beispielsweise landwirtschaftliche Produkte auf Basis gleicher Grundlagen hergestellt werden. Insgesamt gelten rund 80 Prozent der EU-Binnenmarktvorschriften auch für den Wirtschaftsraum.

Europäischer Wirtschaftsraum – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Der Europäische Wirtschaftsraum ist eine Freihandelszone innerhalb Europas
  • Zum Raum gehören alle EU-Staaten, Island, Norwegen und Liechtenstein

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Wirtschaft

Weiterführende Artikel:

Absatz: Mit dem Terminus Absatz wird die durch ein Unternehmen von einem Gut oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitspanne ...


Vermögen: Unter den Begriff Vermögen fallen alle Güter und Rechte, die Unternehmen, Privathaushalte und der Staat besitzen. Diese Kategorie ...


Abgrenzung (zeitlich): Eine Abgrenzung in zeitlicher Hinsicht erfolgt, um die Erfolgsermittlung (Gewinne, Verluste) periodengerecht durchführen zu ...


Accounting: Unter Accounting ist die systematische Erfassung und Überwachung der in einem Unternehmen entstehenden Geld- und Leistungsströme ...


Akkordlohn: Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, ...


Aktivkonto: Mit dem Begriff Aktivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten ...