Ertragskraft

Kurz & einfach erklärt:

Ertragskraft verständlich & knapp definiert

Bei der Kreditvergabe wie auch bei der Anlage von Wertpapieren kann die Ertragskraft eine wertvolle Hilfe bei der Entscheidungsfindung sein. Die Qualität des Wertes hängt von der Erfahrung des Analysten wie auch von den Werten der Kennzahlen ab. Die Ertragskraft muss für jedes Unternehmen individuell analysiert werden.

Die Ertragskraft ist ein Entscheidungskriterium in der Analyse von Wertpapieren. Mit ihr wird die Fähigkeit wiedergegeben, langfristig Gewinne zu erzielen. Sie ist daher ein Maßstab, um die Rentabilität und das zukünftige Potential eines Unternehmens bewerten zu können. Aufgrund seiner zukünftigen Unternehmensprognose wird die Ertragskraft auch bei Entscheidungen zur Kreditvergabe herangezogen.

Welche Kennzahlen benötigt die Ertragskraft?

Um die Ertragskraft errechnen zu können, werden verschiedene Unternehmenskennzahlen benötigt, da die Ertragskraft eine Zukunftsprognose darstellt. Unter anderem werden folgende Kennzahlen benötigt:



Anders als vielleicht vermutet ist der Jahresabschluss kein Faktor für die Ermittlung der Ertragskraft. In einem Jahresabschluss können viele außerordentliche oder einmalige Effekte vorhanden sein. Diese würden das Ergebnis der Ertragskraft verfälschen. Auch stille Reserven, die ein Unternehmen behält, würden eine unterschätzte Ertragskraft und kein aussagekräftiges Ergebnis bedeuten.

Ermittlung sehr individuell

Bei der Ermittlung der Ertragskraft müssen Analysten bei jedem Unternehmen individuell vorgehen. Eine einheitliche Berechnungsmethode oder welche Kennzahlen zwingend hinzugezogen werden müssen, gibt es nicht. Während bei einem Unternehmen sehr viele Kennzahlen miteinander verglichen werden oder in eine Berechnung einfließen müssen, können bei andere Unternehmen weniger Kennzahlen für die Ermittlung der Ertragskraft ausreichen. Dieses Verfahren setzt also ein hohes Maß an Erfahrung voraus, die der Analyst in diesem Unternehmensbereich vorweisen muss.

Ertragskraft – Zusammenfassung

  • Sie ist ein Entscheidungskriterium für die Kreditvergabe und Anlage von Wertpapieren.
  • Sie gibt Auskunft darüber, wie viel Gewinn ein Unternehmen in der Zukunft in etwa erwarten kann.
  • Die Ertragskraft ist eine Zukunftsprognose und daher von äußeren Faktoren beeinflussbar.

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Themen: Börse

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