Emerging Markets

Kurz & einfach erklärt:

Emerging Markets verständlich & knapp definiert

Finanz- und Wirtschaftsmärkte mit einem schnellen Wachstum zählen zu den Emerging Markets. In der Regel handelt es sich um Schwellenländer. Bekannteste Emerging Markets sind China, Indien, Brasilien und Russland. Bessere Renditen erhöhen für Anleger im Vergleich zu etablierten Handelsplätzen das Risiko.

Unter einem Emerging Markt (aufstrebender Markt) werden aufstrebende Finanzmärkte aus Schwellenländer bezeichnet. Dies können kleine und wirtschaftlich schwache Länder aus Osteuropa, Afrika und Südamerika sein. Große, wirtschaftlich immer stärker werdende Nationen wie China, Indien oder Russland zählen ebenso dazu.

Der Aktienindex „MSCI Emerging Markets Index“ spiegelt die Aktienentwicklung in diesen Ländern wider. Berechnet wird dieser von dem Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International (MSCI).

Höheres Risiko, größere Renditen in Emerging Markets

Komponenten der Emerging-Markets gezeichnet mit einem blauen Highlighter
Die am stärksten wachsenden Emerging Markets sind China, Russland, Brasilien und Indien

Die Schwankungsbreite von Emerging Markets ist in der Regel höher als in den gefestigten Märkten. Daher müssen Anleger mit einem höheren Risiko rechnen. Zum einen ist das Währungsrisiko zu betrachten, da die Währungen der Schwellenländer im Vergleich zum Euro oder Dollar schnell an Wert verlieren können. Zum anderen sind auch politische Entwicklungen ein Grund für ein höheres Risiko. Zwangsenteignungen, Verstaatlichungen und willkürliche Steuereinfuhren wirken sich in großem Maße auch auf die Finanzmärkte aus.

Zudem bietet ein Emerging Market die Chance, sehr hohe Renditen zu erzielen. Das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern ist in der Regel überdurchschnittlich hoch und die Märkte in den Ländern mit Konsumgütern sind nicht übersättigt. Weitere positive Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben die niedrige Demografie, niedrigere Löhne oder auch wertvolle Rohstoffvorkommen.


Stark wachsende Emerging Markets

Die am stärksten wachsenden Emerging Markets sind China, Russland, Brasilien und Indien. Allein in den Jahren 2000 bis 2010 hatten diese Länder ein Wirtschaftswachstum von 112 Prozent. Im selben Zeitraum brachten es Japan, die USA und Großbritannien nur auf 14 Prozent. Ein weiteres Potenzial liegt in der Bevölkerung. In den vier Staaten Brasilien, Russland, Indien und China (auch BRIC genannt) leben mit über 2,8 Milliarden Menschen 40 Prozent der Weltbevölkerung.

Emerging Markets – Zusammenfassung


  • Emerging Markets zeichnen sich durch ein enorm hohes Wirtschaftswachstum aus.
  • Investitionen in Aktien von Emerging Markets sind mit einem höheren Risiko verbunden, zeichnen sich auf der anderen Seite aber auch durch viel höhere Renditen aus.
  • MSCI Emerging Markets bildet die Aktienmärkte dieser Schwellenländer ab.
  • Investitionen in BRIC Märkte erfreuen sich großer Beliebtheit.

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Themen: Börse

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