Einkommenssteuererklärung

Kurz & einfach erklärt:

Einkommenssteuererklärung verständlich & knapp definiert

Bei der Einkommenssteuererklärung bestätigt der Steuerpflichtige gegenüber der zuständigen Behörde seine Einkommensverhältnisse. So kann das Finanzamt die korrekte Höhe der Einkommenssteuer, der Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlags bestimmen.

Mit der Einkommenssteuererklärung geben Steuerpflichtige gegenüber dem Finanzamt Auskunft über ihre Einkommensverhältnisse. Steuerpflichtige geben ihre Einkommenserklärung einmal im Jahr bei der zuständigen Behörde ab, die aus den angegebenen Daten den Einkommenssteuersatz und die zugehörige Steuerlast errechnet.

Abgabepflicht der Steuererklärung

In § 149 Abs. 1 Abgabenordnung (AO) ist die Pflicht zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung geregelt. Die Regelungen sind in § 46 Einkommenssteuergesetz (EStG) und § 56 Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) konkretisiert. Gibt ein steuerpflichtiger Bürger keine Steuererklärung ab, oder gibt er unwahrheitsgemäße Angaben an, wird geprüft, ob der Tatbestand der Steuerhinterziehung vorliegt.

Von der Steuererklärung zum Steuerbescheid

Einkommenssteuererklaerung Formular und CD
Mit der Einkommenssteuererklärung geben Steuerpflichtige beim Finanzamt Auskunft über ihre Einkommensverhältnisse

Die Steuererklärung muss vom Steuerpflichtigen selbst oder von einem Bevollmächtigten (in der Regel vom Steuerberater) beim Finanzamt eingereicht werden. Hierfür müssen die Steuerpflichtigen amtliche Vordrucke verwenden, wie sie beim Finanzamt oder online erhältlich sind. Seit einigen Jahren ist auch die elektronische Übermittlung der Steuererklärung mit ELSTER möglich.

Das Finanzamt prüft und bearbeitet die vom Steuerpflichtigen angegebenen Informationen und berechnet aus ihnen den zugehörigen Einkommenssteuersatz, mithilfe dessen die Steuerlast ermittelt werden kann. Der Steuerpflichtige wird durch seinen Steuerbescheid vom Finanzamt benachrichtigt. Hat der Steuerpflichtige im Berichtsjahr zu viele Steuern abgeführt, erhält er eine Rückzahlung, die der Höhe des Differenzbetrags entspricht.

Einspruch gegen den Steuerbescheid

Steuerpflichtige können innerhalb einer Rechtbehelfsfrist von einem Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids gegen den Steuerbescheid Einspruch erheben. Dafür muss dieser Einspruch innerhalb der Frist beim zuständigen Finanzamt in schriftlicher Form eingehen. Verstreicht diese Frist, wird der Steuerbescheid bestandskräftig.

Zusammenfassung Einkommenssteuererklärung

  • Mit der Einkommenssteuererklärung geben Steuerpflichtige beim Finanzamt Auskunft über ihre Einkommensverhältnisse
  • Aus den gegebenen Informationen errechnet das Finanzamt den Einkommenssteuersatz und die abzuführende Steuerlast
  • Wurden zu viel Steuern vorausbezahlt, wird der Differenzbetrag vom Finanzamt erstattet
  • Gegen den Steuerbescheid können Steuerpflichtige innerhalb eines Monats Einspruch einlegen
  • Nach der einmonatigen Rechtsbehelfsfrist wird der Steuerbescheid bestandskräftig

 

5.0 / 5  (2 votes)
Themen: Steuern

Weiterführende Artikel:

Brutto: Der Begriff brutto bezeichnet in der Regel den Wert einer Größe, von der andere Teile noch abgezogen werden müssen. Das ...


UID-Nummer: Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Kurz: USt-IdNr. Oder UID-Nummer) ist eine Kennzeichnung, mit der Unternehmen innerhalb der ...


Fiskalpolitik: Die Fiskalpolitik ist ein Begriff aus dem politischen bzw. volkswirtschaftlichen Bereich. Sie darf nicht verwechselt werden mit der ...


Abgeltungssteuer: Bei einer Abgeltungssteuer zieht der Staat die Steuer direkt an der Quelle ein, nicht beim Steuerpflichtigen. Diese Steuerart findet ...


Einkommensteuer: Die Einkommensteuer erhebt der Staat auf Einkommen natürlicher Personen, wobei er zugleich sieben unterschiedliche ...


Grundsteuer: Das Grundsteuergesetz ist die rechtliche Grundlage der Grundsteuer. Sie wird für den Besitz von Grundstücken bzw. Gebäuden ...