Einkaufsgenossenschaft

Kurz & einfach erklärt:

Einkaufsgenossenschaft verständlich & knapp definiert

Eine Organisationsform von verschiedenen Unternehmern, die sich zur besseren Organisation von Einkäufen zusammenschließen. Meist sind diese Unternehmer Landwirte, Einzelhändler oder Handwerker.

Eine Einkaufsgenossenschaft stellt einen Zusammenschluss mehrerer Unternehmen dar, die gemeinsam eine eingetragene Genossenschaft bilden. Damit handelt es sich um eine spezielle Form der Einkaufsgemeinschaft: Gemeinschaften sind lose Netzwerke, bei einer Genossenschaft beteiligen sich die Mitgliedsbetriebe direkt an einer eigenständigen Firma. Deren Zweck ist die Beschaffung unterschiedlicher Güter für alle.

Diese Einrichtung findet sich in vielen Branchen, darunter im Handel, in der Industrie und in der Landwirtschaft. Entsprechend unterscheidet sich die Art der Güter, welche die Genossenschaften zentral einkaufen. Es kommen beispielsweise Handelswaren, Maschinen, Futtermittel und Strom infrage.

Zweck einer Einkaufsgenossenschaft

Der Vorteil besteht darin, dass mehrere Mitgliedsbetriebe gemeinsam über eine größere Marktmacht verfügen. Deshalb können die Genossenschaften bei Verhandlungen mit den Lieferanten bessere Konditionen vereinbaren. Aus diesem Grund schließen sich meist kleine und mittlere Betriebe zu einer Einkaufsgenossenschaft zusammen. Größere Unternehmen brauchen keinen Zusammenschluss, sie besitzen ausreichend Verhandlungsmacht. Zusätzlich profitieren die Mitglieder strukturell von der Gemeinschaft, sie sparen Personal und Kosten.

Die Angestellten der Genossenschaft kümmern sich zentralisiert um sämtliche Aufgaben der Beschaffung, die einzelnen Firmen übernehmen die Kosten anteilig. Das kostet weniger, als dafür eigene Mitarbeiter zu beschäftigen. Die größeren Kapazitäten einer Gemeinschaft garantieren zudem einen professionellen Einkauf, viele kleine Einzelbetriebe könnten das nicht leisten.

Oftmals Einkaufs- und Vertriebsgenossenschaft


Die bloße Einkaufsgemeinschaft hat an Bedeutung verloren. Stattdessen haben sich zunehmend Genossenschaften etabliert, die neben dem Einkauf weitere Herausforderungen stemmen. Oftmals widmen sie sich gleichzeitig dem gemeinschaftlichen Vertrieb. Bei Milchwirten können die Aufgabenfelder zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

  • Einkauf von preiswerten Futtermitteln
  • Preisverhandlungen mit Molkereien für den Verkauf

Einkaufsgenossenschaft im Überblick:


  • Zusammenschluss mehrerer Betriebe für die Beschaffung
  • eigenständiges Unternehmen
  • günstigere Konditionen dank großer Mengen
  • Effizienzgewinn bei der Organisation
  • häufig weitere Aufgaben wie Vertrieb

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