Disponent

Kurz & einfach erklärt:

Disponent verständlich & knapp definiert

Der Begriff Disponent bezeichnet einen Beruf. Es handelt sich dabei um eine Person, die die Aufteilung von Ressourcen so zu organisieren hat, dass die Aufträge fristgerechet mit möglichst minimalen Kosten abgewickelt werden können.

Disponent (von lateinisch disponere = verteilen, aufstellen, ordnen) ist eine Berufsbezeichnung für eine Person, die in einer Organisation für die Ein- bzw. Zuteilung von Waren, Personen und sonstigen Ressourcen zur Leistungserstellung zuständig ist. Die Tätigkeit des Disponenten dient üblicherweise der Vorbereitung von Arbeiten bzw. Auftragsausführungen. Er hat dabei die Ressourcen so ein- und zuzuteilen, dass die Arbeiten bzw. Aufträge zu minimalen Kosten unter Beachtung von Mengen- und Terminvorgaben erledigt werden können.

Was Disponenten tun und was nicht


Über diese Aufgaben hinaus greift der Disponent nicht in Ausführungsprozesse ein. Sie stellen für ihn eine gegebene Größe dar. Das unterscheidet Disponenten von Dispatchern. Dispatcher weisen Ressourcen nicht nur zu, sondern greifen auch steuernd in Abläufe ein. Ihr Ziel ist der optimierte Ressourceneinsatz durch Gewährleistung effizienter Prozesse. Disponenten sind auch selbst nicht mit der Ausführung von Arbeiten oder Aufträgen befasst. Sie beschränken sich ausschließlich auf die Vorbereitung der Ausführung.

Wo Disponenten tätig sind


Typische Einsatzfelder von Disponenten finden sich: 

  • in Transportunternehmen: bei Speditionen oder Kurierunternehmen gehört die Toureneinteilung und -überwachung zu ihren Aufgaben. Der Disponent legt zum Beispiel fest, welche Tour mit welchem Fahrzeug, welchem Fahrer und welcher Ladung durchgeführt wird. Seine Aufgabe ist dagegen nicht die Tourenplanung oder die Durchführung der Fahrt selbst. In vielen Speditionen wird allerdings die Aufgabe der Planung und der Disposition "in Personalunion" von den gleichen Personen wahrgenommen. Die Grenzen zwischen beiden Aufgabenbereichen sind daher in der Praxis oft fließend. 
  • bei Personaldienstleistern: hier kümmert sich der Disponent darum, dass Zeitarbeiter anforderungsgerecht bei den Kunden-Unternehmen zur Verfügung stehen. In diesem Rahmen übernehmen Personaldisponenten oft auch weitergehende Funktionen. Sie reichen von der Personalbeschaffung über die Personalbetreuung und -überwachung bis hin zu Abrechnungswesen und Kundenakquise. Diese Aufgaben reichen weit über reine Ressourcenzuteilung hinaus; 
  • bei Unternehmen im Produktionsbereich: sorgt der Disponent dafür, dass die nötigen Materialien zur Herstellung von Gütern hinsichtlich Menge, Qualität, Ort, Zeitpunkt und Preis optimal verfügbar sind. Auch hier gilt, dass der Disponent grundsätzlich nicht in den Produktionsprozess eingreift oder an der Produktion beteiligt ist. Er ist auch nicht für die Produktionsplanung verantwortlich. 

Was Disponenten qualifiziert


Als Disponenten werden in der Regel Mitarbeiter mit einer kaufmännischen Qualifikation eingesetzt. Bei anspruchsvollen Tätigkeiten wird häufig auch ein Studium vorausgesetzt. Neben BWL können auch spezialisierte Studiengänge wie Logistik oder Supply Chain Management zum Beruf Disponent hinführen. Wichtig für die Dispositionstätigkeit sind gute Kenntnisse im Controlling sowie in der Anwendung von IT-Systemen. "Soft Skills" sind ausgeprägtes Organisationstalent und gute Kommunikationsfähigkeit.

Zusammenfassung Disponent


  • Disponenten kümmern sich in Organisationen um die optimale Zuteilung von Ressourcen zur Erledigung von Arbeiten oder Aufträgen; 
  • die Tätigkeit beschränkt sich normalerweise auf die reine Arbeits- und Auftragsvorbereitung. Die Disposition befasst sich dagegen nicht mit Planung, Prozessoptimierung oder Ausführung;
  • Typische Einsatzfelder von Disponenten sind Transportunternehmen, Personaldienstleister sowie der Produktionsbereich in Unternehmen.

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