Devisenkurs

Kurz & einfach erklärt:

Devisenkurs verständlich & knapp definiert

Der Devisenkurs gibt an, zu welchem Verhältnis zwei Währungen gegeneinander ausgetauscht werden können. In der Regel wird der Kurs dabei aus Sicht der inländischen Währung (Mengennotierung) angegeben. Beispiele: 1 Euro zu 1,2 US-Dollar; 1 Euro zu 0,8 Britische Pfund.

Der Devisenkurs ist der Preis einer Devise. Hierbei werden die Preisnotierung und die Mengenotierung unterschieden. Bei der Preisnotierung gilt der angegebene Preis für eine ausländische Währungseinheit. 


Bei der Mengennotierung beziffert der Devisenkurs die Menge einer ausländischen Währungseinheit, die in eine inländische Währungseinheit eingetauscht werden kann

Unterschiedliche Notierung des Devisenkurses

Devisenkurs veschiedener Währungen
Der Devisenkurs beschreibt das Austauschverhältnis zwischen Währungen

Als Devisenkurs wird das Austauschverhältnis zweier Währungen bezeichnet. Hierbei ergeben sich bezüglich der Schreibweise allerdings zwei Möglichkeiten: Bei der sogenannten Mengennotierung wird angegeben, wie viele Einheiten der ausländischen Währung für eine Einheit der inländischen Währung gekauft werden kann. Beispiel: 1 Euro = 1,25 US-Dollar.

Es ist allerdings ebenfalls möglich, diese Darstellung umzukehren und als Preisnotierung anzugeben. Dann wird gezeigt, wie viele Einheiten der inländischen Währung eine Einheit der ausländischen Währung kostet. Beispiel: 1 US-Dollar = 0,8 Euro. International ist es üblich, den Euro immer in Mengennotierung gegenüber allen anderen Währungen anzugeben.

Beeinflussung der Devisenkurse

Auf welchem Stand sich ein Devisenkurs aktuell befindet, ist von unterschiedlichsten Faktoren abhängig. Kurzfristig betrachtet sind dabei starke Schwankungen möglich, die meist deutlich größer ausfallen als bei Aktien. Beispiele für Faktoren, die die Devisenkurse beeinflussen:

  • Politische Krisen (Brexit, Schuldenkrise der EU)
  • Leitzinsänderungen der Zentralbanken
  • Wirtschaftliche Schwächephasen bzw. besonders starke Phasen


Insbesondere Leitzinsänderungen haben kurzfristig einen signifikanten Einfluss auf die Märkte. Ein Beispiel: Der Leitzins in den USA und Europa befinde sich aktuell bei 1 Prozent. Aufgrund positiver Wirtschaftszahlen erhöht die FED jetzt allerdings den Leitzins in den USA auf 1,5 Prozent. Folglich steigt der Zinssatz für Anlagen wie beispielsweise Festgeld oder Anleihen in den USA an. Aus diesem Grund schichten EU-Anleger Kapital von EU-Finanzprodukten in US-Anleihen um, weshalb sie aktiv US-Dollar zum Kauf der Wertpapiere nachfragen. Folglich steigt der Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro.

Unterschieden wird dabei immer zwischen kurzfristigen, sehr volatilen und den langfristigen Devisenkursen. Über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg betrachtet ergibt sich in der Regel ein Gleichgewichtskurs, um den der Devisenkurs dann pendelt.

Devisenkurs – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Der Devisenkurs beschreibt das Austauschverhältnis zwischen Währungen
  • Wird dieses aus Sicht der inländischen Währung angegeben (Regelfall in der EU), so ist von einer Mengennotierung zu sprechen
  • Devisenkurse werden auf kurze Sicht stark von politischen Krisen und Leitzinsänderungen beeinflusst

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Themen: Börse

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