Deutsche Bundesbank

Kurz & einfach erklärt:

Deutsche Bundesbank verständlich & knapp definiert

Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank Deutschlands und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Hauptaufgabe der Deutschen Bundesbank besteht darin, für die Preisstabilität zu sorgen. Außerdem hält und verwaltet sie die Währungsreserven und sorgt für die bankmäßige Zahlungsabwicklung im In- und Ausland.

Unterlage Deutsche-Bundesbank Name liegt unten EURO Scheine und Brille
Deutsche Bundesbank - politisch autonome Institution, die Stabilität des gesamten Finanzsystems als oberstes Ziel hat

Als politisch autonome Institution hat die Deutsche Bundesbank die Stabilität des allgemeinen Preisniveaus bzw. des gesamten Finanzsystems als oberstes Ziel. Sie gilt praktisch als Zentralbank Deutschlands und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter in insgesamt 47 Filialen. 

 

Jährlich erzielt die Deutsche Bundesbank Gewinne in Milliardenhöhe, die zum großen Teil aus dem Refinanzierungsgeschäft mit anderen Geldhäusern resultieren. 

Da die Bundesrepublik Deutschland Eigentümer der Bundesbank ist, fließen die erzielten Gewinne in den Staatshaushalt ein und kommen somit auch dem deutschen Steuerzahler indirekt zugute. 

Als wichtigen Nebeneffekt hat die Deutsche Bundesbank die Aufgabe, Bargeld zu prüfen. Alle Bareinzahlungen von Kreditinstituten werden geprüft – Falschgeld wird aussortiert und der Polizei übergeben, sogenanntes Schmutzgeld wird von ihr ersetzt.

Aufgaben der Deutschen Bundesbank

Spätestens seit der Gründung der Europäischen Zentralbank haben sich die Aufgaben der Deutschen Bundesbank stark verändert. Allerdings ist sie immer noch die Zentralbank der Bundesrepublik, wobei sie im übergeordneten System des Europäischen Systems der Zentralbanken gesehen werden muss. Das Hauptziel der Bundesbank besteht darin, für ein stabiles Preisniveau zu sorgen. Konkret heißt dies, dass die Inflation bei Werten zwischen 0 und 2 Prozent liegt, wobei die obere Grenze zu bevorzugen ist. Konkret leiten sich aus der EZB-Satzung und dem Bundesbankgesetz vier Aufgabenbereich der Bundesbank ab:

  • Notenbank: Als Notenbank muss die Deutsche Bundesbank dafür sorgen, dass Bargeld in Umlauf kommt und die physische Umlaufhäufigkeit des Bargeldes auf einem adäquaten Niveau verweilt. Somit druckt die Bank frisches Geld, tauscht altes um und meldet der Polizei Falschgeld.
  • Zentralbank: Zudem ist die Bundesbank auch immer noch eine Zentralbank. Damit ist sie sowohl Refinanzierungsquelle als auch Clearingstelle für Kreditinstitute. Das heißt, dass größere Geschäftsbanken bei der Bundesbank ihren Bedarf an Zentralbankgeld decken können. Obwohl die Bundesbank so die Geldmenge aktiv steuert, ist sie in diesem Bereich an die Weisungen der EZB gebunden.
  • Bankenaufsicht: Spätestens seit der Finanzkrise 2008 ist klar, dass Banken überwacht werden müssen, um mögliche Wirtschaftskrisen zu verhindern. Dabei arbeitet die Bundesbank eng mit der BaFin
  • Bankgeschäft: Zwar verfügt die Bundesbank über kein Privatkundengeschäft, sie ist aber immer noch die Bank für Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Diese können bei der staatlichen Bank kostenfrei Konten führen, denn auch sie müssen Zahlungen abwickeln bzw. Gelder empfangen.

Deutsche Bundesbank – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Die Deutsche Bundesbank ist noch immer die Zentralbank der Bundesrepublik
  • Sie ist dabei allerdings an die Entscheidungen der EZB gebunden
  • Unter anderem versorgt die Bundesbank die Wirtschaft mit Bargeld

 

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Themen: Wirtschaft

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