Copyright

Kurz & einfach erklärt:

Copyright verständlich & knapp definiert

Copyright ist die amerikanische Bezeichnung für das Urheberrecht beispielsweise an Literatur, Kunst und Fotografie. Geschützt werden soll der Schöpfer eines Werkes hinsichtlich wirtschaftlicher und ideelle Schutzrechte.

Das Copyright schützt das geistige Eigentum von Urhebern vor unberechtigtem Gebrauch. Ohne Zustimmung des Urhebers darf kein Dritter Werke nutzen oder vervielfältigen. Das Urheberrecht umfasst vielfältige Bereiche, zum Beispiel literarische, wissenschaftliche und musikalische Werke.

Auch Fotos, Kunstwerke und Software-Entwicklungen zählen dazu. Bei technischen Erfindungen oder bei der Gestaltung von Markenlogos entfaltet dagegen das Patent- und Markenrecht seine Wirkung. Beim Copyright gelten insbesondere die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes.

Welche Werke schütz das Copyright? 


Copyright Wort steht auf weissen Hintergrund
Das Copyright schützt das geistige Eigentum von Urhebern vor unberechtigtem Gebrauch
Um das Urheberrecht wahrnehmen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So gelten nur natürliche Personen als Urheber, keine juristischen Personen wie Unternehmen.

Entsprechend können Menschen auch keiner Firma die Urheberschaft übertragen, sie können nur Nutzungsrechte einräumen. Eine Übertragung findet nur im Todesfall auf die Erben statt. 70 Jahre lang nach dem Tod können sie das Werk verwerten, danach erlischt der Anspruch. Zudem muss ein Werk bestimmten Kriterien entsprechen.

Ihm muss ein Schaffensakt vorausgehen, es muss sich durch einen geistigen Gehalt auszeichnen und es muss in wahrnehmbarer Form vorliegen. Es reicht zum Beispiel nicht, eine bestimmte musikalische Idee zu haben. Das musikalische Werk muss dokumentiert sein. Wichtig ist zusätzlich, dass das Werk ein Mindestmaß an Originalität und Individualität aufweist.

Ein wichtiger Unterschied zum Patent- und Markenrecht verdient Erwähnung: Urheber müssen ihr Copyright nirgends anmelden, während Patent- und Markenrechte erst nach einer behördlichen Registrierung wirksam werden.

Sinn des Copyrights


Das Copyright sollte die wirtschaftliche Existenz von Urhebern geistiger Werke sichern. Sie können nur Einkommen erzielen, wenn das Nutzungs- und Verwertungsrecht ausschließlich bei ihnen liegt. Könnte zum Beispiel jeder Bücher nachdrucken, würde das die Einnahmen von Autoren erheblich vermindern. Die Möglichkeiten des Internets haben die Gefahren massiv erhöht: Illegale Musiktauschbörsen und Filmplattformen verbreiten in großem Umfang geistige Werke, ohne dass Urheber ihr Einverständnis erklärt haben und dafür Geld erhalten.

Urheberrechtsverletzungen


Zu den bedeutendsten Urheberverletzungen gehört die Raubkopie, das unberechtigte Kopieren eines Werks. Auch das illegale Verbreiten über das Internet gilt als illegales Kopieren. Das Veröffentlichen eines fremden Werks unter eigenem Namen verstößt als Plagiat ebenfalls gegen das Copyright. Es existieren aber auch Ausnahmen:

  • Privatkopie: Das Kopieren für private Zwecke ist meist erlaubt.
  • Zitatrecht: Das Recht lässt das Zitieren in einem gewissen Umfang zu. Ein komplettes Buch darf selbstverständlich niemand zitieren, aber in bestimmten Rahmen Teile davon.

Folgen von Urheberrechtsverletzungen


Bei Urheberverletzungen drohen in drei Rechtsbereichen juristische Folgen:

  • Zivilrecht: Urheber können beispielsweise die Beseitigung der Verletzung, eine Unterlassungserklärung und Schadensersatz durchsetzen.
  • Strafrecht: Urheberrechtsverletzungen stellen eine Straftat dar, bei schweren Fällen sieht das Strafrecht sogar Freiheitsstrafen vor.
  • Wettbewerbsrecht: Bei Verstößen gegen das Copyright kann es sich zudem um unlauteren Wettbewerb handeln.

Copyright im Überblick:

  • Schutz von geistigem Eigentum, das nicht unter das Patent- und Markenrecht fällt
  • keine Registrierung von Werken notwendig
  • Ziel: Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von Urhebern
  • Verletzungen können zivil-, straf- und wettbewerbsrechtliche Folgen haben

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