Business to Customer (B2C)

Kurz & einfach erklärt:

Business to Customer (B2C) verständlich & knapp definiert

B2C-Relationen sind Beziehungen und Geschäfte zwischen Unternehmen und Endverbrauchern bzw. Kunden. Sie beinhalten den Kommunikations- und Finanzmittelfluss, sowie jegliches anderes In-Kontakt-Treten zwischen dem Angebot des Marktes und den Konsumenten.

Business to Customer (B2C) beschreibt die Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson, die als Konsument auftritt. Insbesondere findet der Begriff Anwendung im E-Commerce.

Business to Customer (B2C) im E-Commerce

Die Besonderheit bei B2C liegt darin, dass der Produzent einer Ware gleichzeitig auch dessen Verkäufer ist. Es ist kein Distributor, also kein Zwischenhändler in den Verkaufsprozess eingeschaltet. Insbesondere findet B2C im E-Commerce-Bereich Anwendung, wobei die Absatzzahlen allgemein hoch sind. Der Verkauf ist wenig individuell gehalten und zielt klar auf die breite Masse ab.

Für das Unternehmen bietet B2C sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteilhaft sind Kosteneinsparungen, weil kein externer Dienstleister mit dem Verkauf beauftragt werden muss. Gleichzeitig muss neben der Produktionsabteilung auch eine B2C-Verkaufsabteilung aufgebaut werden, die wiederum Investitionen voraussetzt. Da der personelle und finanzielle Aufwand aber im E-Commerce-Bereich deutlich geringer ist als im stationären Handel, wird B2C fast nur online genutzt.

Besonderheiten und Charakteristika von B2C

Aus rechtlicher Sicht gelten für die Beziehungen zwischen Unternehmern und Privatpersonen anderen Bestimmungen als für den Handel zwischen Unternehmern. Das ist insbesondere im Online-Handel der Fall, wo Verbraucher grundsätzlich ein 14-tägiges Rückgaberecht haben. Zudem müssen die Verbraucher deutlich umfassender über Produkte informiert werden als Geschäftskunden.

Folgende Aspekte sind charakteristisch für Business to Customer Beziehungen:


  • Die Kaufentscheidungsprozesse von Konsumenten verlaufen oft kurzfristig und sind weniger rational als im Geschäftskundenbereich.
  • Das Produkt wird für den Eigenverbrauch erworben und dient nicht der Weiterverarbeitung.
  • Die Zahl der Abnehmer ist groß.
  • Die Distribution erfolgt über mehr als einen Kanal, aber vorrangig über den eigenen Online-Shop.

Marketing bei B2C

Der Verkauf von Produkten im Online-Handel erfolgt im Bereich B2C vor allem mit Hilfe des sogenannten Affiliate Marketings. Der Produzent stellt dabei einem Werbetreibenden verschiedene Werbemittel wie Banner oder Produktbeschreibungen zur Verfügung. Diese Mittel werden dann auf unterschiedlichen Websites des Werbetreibenden eingesetzt, um auf das Produkt aufmerksam zu machen. Konsumenten können über Links direkt von der Fremd-Website in den Shop des Unternehmens weitergeleitet werden. Je nach Vergütungsmodell erhält der Werbetreibende dafür oder erst für den tatsächlichen Verkauf eine Provision.

Business to Customer (B2B) – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Business to Customer beschreibt die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und privaten Konsumenten
  • Der Produzent eines Gutes oder einer Dienstleistung vertreibt diese dabei direkt an den Endkunden und ohne zwischengeschalteten Distributor
  • B2B wird vor allem im E-Commerce eingesetzt

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