Business Intelligence

Kurz & einfach erklärt:

Business Intelligence verständlich & knapp definiert

Business Intelligence soll die dabei aus bereits vorhandenen Wissen neues Wissen zu generieren. Dabei handelt es ich um IT-gestützten Zugriff auf Informationen. Das generierte Wissen soll bei Managemententscheidungen unterstützen.

Die Wirtschaft versteht unter Business Intelligence (BI) alle Tätigkeiten, die mit dem Sammeln, Archivieren und Analysieren von Daten zusammenhängen. Sie dient dazu, Unternehmensanwender bei besseren Geschäftsentscheidungen zu unterstützen. Ein früher Nachweis des Begriffes BI datiert aus einem Bericht des Marktforschungsinstituts Gartner von 1996.

Große Datenmengen - gezielte Informationen

Informationsdemokratie ist ein Begriff, der in das Themenfeld BI gehört. Mitarbeiter und Berater, Kunden sowie Anwender und auch die Öffentlichkeit besitzen dann Zugriff auf eine Fülle von Informationen. Entscheider, die dabei nur auf Erfahrung und Gefühl setzen, haben unter diesen Bedingungen nicht mehr die Möglichkeit, der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus zu sein. Dazu bedarf es Tools, die aus umfangreichen Datenmengen genau zum richtigen Zeitpunkt genau das Wissen herausfiltern, was für einen guten Geschäftsabschluss erforderlich ist. Diese Tools für Datenanalyse, Abfrage und Berichterstellung fallen in die Kategorie BI.

Unternehmensweiter Einsatz - lokal begrenzt

Der Begriff BI definiert sich über verschiedene Charakteristika, BI ist

  • unternehmenskritisch
  • notwendiger Prozessbestandteil zur Erfüllung zielgenauer Anforderungen
  • unternehmensweit verankert oder speziell lokal
  • auf ein Geschäftsfeld oder Unternehmensbereich bezogen
  • zentral gestützt oder speziell gesteuert.

Business Intelligence - Business Analytics

Die Abgrenzung von dem Begriff Business Analytics (BA) macht weitere Merkmale von BI deutlich. Während BI fragt: Was ist passiert? fragt BA: Warum ist es passiert? Während BI die Berichterstellung leistet, sorgt BA für statistische, quantitative Analysen. BI ist keineswegs an die moderne Computertechnik gebunden - auch wenn der Begriff mit dem flächendeckenden Einsatz von Informationstechnik (IT) entstand. BI war auch die handgeschriebene Notiz des Werkstatt-Meisters mit wichtigen Daten für den Vertriebsleiter im Büro des Unternehmens. Nur hieß es damals noch nicht so.

Ein Begriff - viele Anwendungsfelder

Heute führen die BI-Plattformen aus riesigen Datenmengen gewünschte Informationen aus dem Data Warehouse des Unternehmens mit aktuellen Marktforschungsdaten zum Beispiel exakt zusammen. Und das so strukturiert, dass sie Antworten auf aktuelle Herausforderungen bilden. Die Darstellung erfolgt in jeder erwünschten Form, zum Beispiel als Text, Bild, Tabelle, Graphik und mehr - sowie aus einer Mischung all dieser Möglichkeiten. So zeigt sich, wo das Unternehmen wächst, wo das Profit Center liegt und wo die "Ladenhüter" stehen. Zum BI-Begriffsfeld gehört auch das Data Mining: Darunter versteht die Wirtschaft, nicht offensichtliche und naheliegende Zusammenhänge zu erkennen. Im Einzelhandel führt das zum Beispiel zur verkaufsfördernden Platzierung von Windeln neben Bier: Berufstätige Familienväter kaufen auf dem Heimweg noch das Notwendige für den Haushalt - und das Bier für sich.

Unternehmen profitiert - und der Kunde

BI nutzt nicht nur dem Unternehmen bei langfristigen Entscheidungen und im aktuellen Tagesgeschäft: Es ist auch kundenorientiert. Unter anderem im internationalen Finanzgeschäft sind schnelle und frühe Erkenntnis und handlungsorientierte Auswertung mittels BI von entscheidender Bedeutung. Zu diesem Begriff gehört auch OLAP für Online Analytical Processing. Es falsifiziert oder verifiziert eine Hypothese nach konkreter Anfrage.

Business Intelligence - Zusammenfassung: 

  • Datenauswertung
  • Kundenorientierung
  • Berichtswesen-Optimierung
  • Entscheidungsschnelligkeit
  • Hypothesen-Überprüfung.

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