Buchungssatz

Kurz & einfach erklärt:

Buchungssatz verständlich & knapp definiert

Wenn ein neuer Geschäftsvorfall entsteht, so muss dieser vom Unternehmen aufgezeichnet werden. Der sogenannte Buchungssatz gibt dabei an, welche Konten von eben diesem Vorfall betroffen sind. Wichtig ist, dass immer SOLL an HABEN gebucht wird.

Man unterscheidet in einfache und in zusammengesetzte Buchungssätze. Ein einfacher Buchungssatz betrifft immer nur zwei Konten – dem Soll-Konto und dem Haben-Konto. Bei der Bildung eines Buchungssatzes gilt grundsätzlich immer: 


SOLL an HABEN 

Von einem zusammengesetzten Buchungssatz spricht man, wenn bei einer Buchung mehr als zwei Konten betroffen sind. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn steuerpflichtige Geschäftsfälle verbucht werden und somit die entsprechenden Steuerkonten mit in den Buchungssatz einbezogen werden müssen.

Umfassendere Erklärungen zum Thema Buchungssätze gibt es hier: Buchungssatz

Aufbau eines Buchungssatzes

Buchungssatz in einer Tabelle Soll und Haben
Soll an Haben - die Regel zur Bildung von Buchungssätzen

Ein Geschäftsvorfall muss von Unternehmen im Rahmen der Buchführung aufgezeichnet werden. Der sogenannte Buchungssatz zeigt dabei an, welche Konten von einem Vorfall betroffen sind. Allgemein lautet der Buchungssatz immer: SOLL an HABEN. Konkret ist zuerst das Konto zu nennen, auf dem Links (also im Soll) gebucht wird. Danach wird das Konto genannt, auf dem im Haben gebucht wird.

Zusätzlich ist der Betrag des Buchungssatzes anzugeben. Als kurzes Beispiel hierfür sei der Barkauf eines neuen Laptops für 800 Euro vorgestellt.

Betroffen sind von diesem Vorfall die Konten „Kasse“ und „Geschäftsausstattung“, der Betrag liegt bei 800 Euro. In der Kurzform würde der Buchungssatz lauten:

Geschäftsausstattung an Kasse 800 Euro

Gemeint ist, dass sich der Bestand des Kontos Geschäftsausstattung um 800 Euro erhöht. Schließlich ist ein Laptop hinzu gekommen, der genau diesen Wert aufweist. Gleichzeitig hat das Unternehmen Bareinlagen in Höhe von 800 Euro „verloren“, weil der Laptop hieraus finanziert worden ist.

Einfacher und zusammengesetzter Buchungssatz

Es gilt der Grundsatz: Bei Aktivkonten werden Zugänge immer im Soll gebucht, die Abgänge hingegen im Haben. Bei Passivkonten verhält es sich genau andersherum. Hier werden Zugänge im Haben gebucht und Abgänge im Soll. Unabhängig davon gibt es einen Unterschied zwischen einfachen und zusammengesetzten Buchungssätzen:

  • Einfach: Von einem Geschäftsvorfall sind genau zwei Konten betroffen.
  • Zusammengesetzt: Vom Vorfall sind mehr als zwei Konten berührt. Ein Beispiel hierfür wäre folgender Buchungssatz: Verbindlichkeiten 2.000 Euro an Bank 1.600 Euro, an Kasse 400 Euro.

Buchungssatz – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Ein Buchungssatz verbucht einen Geschäftsvorfall
  • Es gilt der Grundsatz: SOLL an HABEN buchen
  • Von einem Buchungssatz können mehr als zwei Konten betroffen sein

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Themen: Buchhaltung

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