Bruttogewinn

Kurz & einfach erklärt:

Bruttogewinn verständlich & knapp definiert

Der Bruttogewinn ist der Gewinn, bei dem keine fixen Kosten abgezogen werden. Er ist die Differenz zwischen Verkaufspreis- und Einkaufspreis.

Für den Bruttogewinn gibt es viele Bezeichnungen: Warenbruttogewinn, Deckungsbeitrag, Rohgewinn, Handelsspanne und Rohertrag sind nur einige der üblichen Synonyme für diesen bedeutsamen Begriff. Für den gegenständlichen Zeitraum des Bruttogewinns sind alle Tagesumsätze zu summieren und um den Wareneinsatz desselben Zeitraumes zu verringern.

Der Wareneinsatz selber ist natürlich schon im Vorfeld zu ermitteln. Zuerst ist der Warenanfangsbestand als solcher zu erfassen und zum Einstandswert zu beziffern. Hinzu kommen natürlich die getätigten weiteren Wareneinkäufe im selben Zeitraum, die auf dieselbe Weise bewertet werden. Zu guter Letzt bemisst sich der Warenendbestand ebenfalls auf diese Art und wird von der Summe des Gesamtwareneinsatzes wieder abgezogen. So erhält man den konkreten Wareneinsatz. Denn die übriggebliebenen Waren stehen ja zukünftig noch zur Verfügung.

Der Bruttogewinn ergibt sich abzüglich der Mehrwertsteuer, wodurch man einmal den Nettoumsatz erhält. Zieht man von diesem den Wareneinsatz ab, kennt man den Bruttogewinn auch betraglich.

Die korrekte Definition lautet daher die Differenz zwischen dem Nettoumsatz und dem Wareneinsatz. Er ist jener Gewinn, dem keine Fixkosten gegengerechnet wurden. In der Kalkulation ist er als Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ein aussagekräftiger und wichtiger Posten, mit dem man gut arbeiten und planen kann.

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Themen: Kostenrechnung

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