Branchensoftware

Kurz & einfach erklärt:

Branchensoftware verständlich & knapp definiert

Bei einer Branchensoftware handelt es sich um Softwareprodukte im Bereich der betrieblichen Datenverarbeitung, die in speziellen Branchen wie Banken, Versicherungen eingesetzt werden.


Die Branchensoftware gilt als Unterart der Standard-Software. Eine Branchensoftware ist ein Datenverarbeitungsprogramm, welches die Bedürfnisse einer bestimmten Branche aufgreift und sich ganz speziell dieser Branche anpasst. Bekannte Branchen für den Einsatz von derartiger Software sind Banken, Gesundheitswesen, Automobilindustrie oder auch die Architektur.

Arten von Branchensoftware

Sehr häufig besteht die Branchensoftware aus einer CRM-Lösung. CRM steht für Customer-Relationship-Management. CRM-Systeme ersetzen Insellösungen innerhalb der Abteilungen eines Unternehmens durch ein einheitliches abteilungsübergreifendes Software-System. Dies vereinfacht Prozesse und erreicht eine höhere Effizienz durch bessere interne Kommunikation.

Branchensoftwares als CRM-Systeme bieten häufig auch Schnittstellen zu ERP-Lösungen. Enterprise-Resource-Planning bezeichnet eine Software, die innerbetriebliche Aufgaben übernimmt. Darunter fallen Personal, Betriebsmittel, Kapital, IT-System sowie Materialbestellung oder Kommunikationsverwaltung. ERP-Systeme dienen der Optimierung von betrieblichen Abläufen und der Effizienzsteigerung im Wertschöpfungsprozess.

Vor- und Nachteile von Branchensoftware


Ein großer Vorteil für ein Unternehmen sind die Kosten. Eine Branchensoftware ist in der Regel günstiger als die Programmierung einer Individualsoftware. Allerdings kommt es beim Preis auf die Branche an. Ist die Branche sehr klein und bietet daher nur wenige Abnehmer, ist der Preis der Branchensoftware auch sehr hoch und manchmal sogar höher, als eine Individuallösung.

Auch wenn die Branchensoftware für eine ganze Branche programmiert wurde, ist sie doch gut an die unternehmerischen Anforderungen angepasst. Dazu kommt, dass sie eine Menge fachliches Know-how enthält und daher speziell auf die Bedürfnisse der Branche eingehen kann; in Bereichen wie Qualitätssicherung, Verwaltung und Kundenmanagement ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Ein großer Nachteil kann die Verwendung mehrerer Branchensoftwares sein, da deren Hersteller häufig eigene, individuelle Plattformen nutzen, auf denen ihre Software aufsetzt. Verwendet ein Unternehmen mehrere Branchenprogramme, wird er mit großer Sicherheit starke Probleme bekommen, diese Programme miteinander zu verknüpfen, da die Plattformen nicht miteinander kommunizieren können. Dies erschwert den Datenaustausch innerhalb eines Unternehmens außerordentlich.

Branchensoftware – Zusammenfassung


  • Eine Branchensoftware ist eine Softwarelösung mit speziellem fachlichen Knowhow, um den Bedürfnissen einer Branche gerecht zu werden.
  • Sie ist in der Regel günstiger und schneller verfügbar, als eine Individuallösung.
  • Häufig verbinden Branchensoftware CRM und ERP-Systeme über Schnittstellen miteinander.

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