Binäre Optionen

Kurz & einfach erklärt:

Binäre Optionen verständlich & knapp definiert

Binäre Optionen (auch digitale Optionen) sind von Optionen abgeleitete Finanzderivate und den Termingeschäften zuzuordnen. Eine Digitale Option hängt von einem bestimmten Ereignis ab, bei dessen Eintretten der Käufer einen zuvor festgelegten Betrag erhält. Bei Nichteintritt verfällt die Option wertlos.

Bei den binären Optionen handelt es sich um eine sogenannte exotische Option in der Aktienwirtschaft. Als exotisch wird sich deshalb bezeichnet, weil es sich hierbei um ein pfadabhängiges Derivat handelt, wobei der Kursstand am Ende nur zweitrangig ist. Der Name leitet sich von lat.: "bini" = Zwei ab, da es unabhängig vom Kursverlauf nur zwei mögliche Ausgänge gibt.

Das Prinzip der binären Optionen

Je nach amerikanischer oder europäischer Variante können Trader auf einen bestimmten Kursverlauf wetten. Im Regelfall werden dafür Optionsscheine genutzt, die als Basiswert Rohstoffe, Währungen, klassische Aktien oder Indizes nutzen. Die Wette selbst besteht immer aus einem Ereignis (Knock-In, Knock-Out), einer Optionsart (Call, Put, Range) sowie einem, meist vom Anbieter festgelegten Schwellenwert (Threshold). Je nach vorhergesagtem Ereignis, muss der Basiswert während oder am Ende der Optionsspanne entweder höher/niedriger als der Schwellenwert liegen, unterhalb bzw. oberhalb bleiben, ohne diesen zu berühren oder zwischen zwei Schwellenwerten bleiben.


Am Ende der Laufzeit gibt es nur zwei mögliche Szenarien: Das vorhergesagte Ereignis ist eingetreten und der Trader wird ausbezahlt oder die komplette Wettsumme ist verloren. Im Gegensatz zum klassischen Aktienhandel ist es also nicht möglich, wenigstens einen Teil seiner Investition durch frühe Verkäufe zu retten, weswegen binäre Optionen mit hohen Risiken verbunden sind. Große Unterschiede gibt es zwischen der amerikanischen und der europäischen Variante, denn bei Ersterer kann das Ereignis während der gesamten Spanne eintreten, während bei Letzterer nur das Ende der notierten Spanne betrachtet wird. Sowohl die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt des Ereignisses als auch für die Überschreitung des Schwellenwerts ist beim amerikanischen Format also wesentlich höher.

Die Geschichte der binären Optionen

Bei den binären Optionen handelt es sich um ein relativ neues Konzept, das auf unregulierten Plattformen zwar bereits seit den frühen 2000er-Jahren exisitert, offiziell von der "Security and Exchange Commission" erst im Jahre 2008 erlaubt wurde.


In diesem Jahr führte sowohl das "American Stock Exchange" als auch das Chicago Board for Options Exchange die exotische Option im eigenen Katalog. Da es bis vor kurzem noch keine offizielle, von der "Financial Instruments Directive" herausgegebene, EU-Richtlinie gab, konnten binäre Optionen in den EU-Ländern allenfalls auf unregulierten Plattformen durchgeführt werden. Die ersten Länder mit gesetzlichen Regelungen zum Handel mit binären Optionen sind Zypern und Malta. Bei Letzterem wurden diese bis 2013 von der nationalen Glücksspielbehörde überwacht.

Binäre Optionen - kurze und knappe Definition:

  • Binäre Optionen sind sogenannte exotische, pfandabhängige Derivate.
  • Unabhängig des eigentlichen Kursverlaufs, gibt es nur zwei mögliche Ausgänge.
  • Wer auf binäre Optionen wettet, geht ein hohes Risiko ein, vorher unbedingt mit einem Binären Optionen Demokonto das Traden üben 
  • Bisher gibt es nur wenige regulierte Plattformen, vor allem in Europa, deswegen unbedingt Erfahrungen zu Binären Optionen von anderen Tradern durchlesen 

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Börse

Weiterführende Artikel:

Emission: Unter Emission ist im betriebswirtschaftlichen Sinne die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren zu verstehen. Die Platzierung dieser ...


Aktienindex: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung ausgewählter Aktienkurse widerspiegelt. Der Index soll die Entwicklung ...


Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis stellt im Aktienrecht ein Verhältnis dar, in dessen Umfang ein Anteilseigner junge Aktien zu seinen ...


Bookbuildungverfahren: Das Bookbuilding-Verfahren (zu Deutsch Orderbuch-Verfahren) ist ein Emissionsverfahren, mit dessen Hilfe die Ausgabe von ...


Börsengesetz: Das deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es betrifft ausschließlich ...


Branchenfonds: Branchenfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger überwiegend in Aktien eines bestimmten Wirtschaftszweiges ...