Betriebsmittel

Kurz & einfach erklärt:

Betriebsmittel verständlich & knapp definiert

Als Betriebsmittel werden solche Güter bezeichnet, die von Unternehmen dauerhaft für die Produktion anderer Güter eingesetzt werden. Dabei sind Betriebsmittel mehrfach nutzbar und werden nicht verbraucht, dafür aber über einen längeren Zeitraum hinweg abgenutzt.

Betriebsmittel, auch Arbeitsmittel genannt, sind all die Maschinen, Anlagen, Computer und andere Geräte, die direkt oder indirekte am Produktionsfortschritt oder den jeweiligen Arbeitsaufgaben beteiligt sind.

Die Gesamtarbeitskapazität wird durch das Zusammenwirken von den Betriebsmitteln und der Arbeitskräfte erreicht.

Was sind Betriebsmittel?

Unternehmen nutzen Betriebsmittel zur Produktion von Gütern, ohne dass diese dabei verbraucht werden. Oftmals wirken Betriebsmittel indirekt am Produktionsprozess mit. Ohne eine Lagerhalle oder Büroräumlichkeiten wäre die Produktion beispielsweise nicht möglich. Betriebsmittel werden dabei – im Gegensatz zu Rohstoffen – nicht verbraucht, sondern langfristig genutzt. Allerdings wird ihr Leistungspotential im Zeitablauf an die Produkte weitergegeben. Die eigentliche Leistungsfähigkeit von Betriebsmitteln ist von zwei verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Von der Modernität, dem Abnutzungsgrad und der Betriebsfähigkeit
  • Vom Grad der Eignung für die spezifische Produktion

Arten von Betriebsmitteln

Grundsätzlich ist sowohl aus ökonomischer als auch aus bilanzieller Sicht zwischen zwei Arten von Betriebsmitteln zu unterscheiden. Als materielle Betriebsmittel gelten dabei Grundstücke, Gebäude, Maschinen oder die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Hingegen sind Konzessionen, Patente oder Lizenzen immaterielle Betriebsmittel.

Bilanzielle Bedeutung von Betriebsmitteln

Betriebsmittel finanzieren praktisch das Umlaufvermögen der Bilanz. Allerdings gehen Betriebsmittel nicht auf direktem Wege in die Produkte ein. Das macht eine genaue Kostenzurechnung für das Controlling unmöglich. Nach Handelsgesetzbuch zählen Betriebsmittel aufgrund ihrer langfristigen Nutzung zum Anlagevermögen eines Unternehmens.

Es besteht eine Aktivierungspflicht für Sachanlagen und den originären Firmenwert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte dürfen hingegen nicht aktiviert werden. Da Betriebsmittel abgenutzt werden, kann das Unternehmen diese mit Ausnahme von Grundstücken abschreiben. Diese Abschreibungen erscheinen in der Gewinn- und Verlustrechnungen und mindern den Gewinn bzw. erhöhen den Verlust am Bilanzstichtag.

Betriebsmittel – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Betriebsmittel dienen der Produktion von Gütern
  • Sie werden dabei langfristig und mehrfach für den Produktionsprozess verwendet
  • Es ist zwischen materiellen Betriebsmitteln wie Grundstücken oder Gebäuden und immateriellen Betriebsmitteln wie Patenten oder Lizenzen zu unterscheiden

3.0 / 5  (2 votes)
Themen: Buchhaltung

Weiterführende Artikel:

Aktiva: Unter die Aktiva in der Bilanz fallen sämtliche Vermögenswerte eines Unternehmens wie Maschinen, Beteiligungen und Bankguthaben. In ...


Beleg: Der Begriff Beleg ist eine übergeordnete Bezeichnung für Rechnungen, Quittungen, Kassenbons und anderen Nachweise, die ...


Bilanz: Die Bilanz bildet den Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens für eine bestimmte Zeitspanne und umfasst dessen Vermögen und ...


Finanzbuchhaltung: Die Finanzbuchhaltung ist ein Teil des betrieblichen Rechnungswesens und erfasst die Kapitalbestände eines Unternehmens. Die ...


Inventar: Das Inventar umfasst alle Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens. Die genaue und ausführliche Ausführung ...


Eigenkapital: Beim Eigenkapital handelt es sich um jene finanziellen Mittel einer Firma, über welche die Eigentümer dauerhaft verfügen ...