Bereitschaftskosten

Kurz & einfach erklärt:

Bereitschaftskosten verständlich & knapp definiert

Als Bereitschaftskosten sind alle Kostenpunkte zu bezeichnen, die im Unternehmen allein für die grundlegende Bereitschaft zur Produktion anfallen. Dabei ist die Höhe der Bereitschaftskosten generell unabhängig von der Anzahl der tatsächlich produzierten bzw. veräußerten Güter.

Die Bereitschaftskosten werden oft auch als fixe Kosten bezeichnet. Es sind zeitabhängige und beschäftigungsunabhängige Kosten. Das sind all die Kosten, die monatlich bzw. jährlich nahezu konstant bleiben und regelmäßig anfallen. 


Dazu gehören zum Beispiel Miete, Strom, Abschreibungen, Grundsteuer und andere. 

Diese Bereitschaftskosten werden meistens auf die produzierten Stück verursachungsgerecht aufgeschlagen. Das Gegenstück dazu sind die sogenannten variablen Kosten.

Entstehung von Bereitschaftskosten

Bei der Produktion von Wirtschaftsgütern bzw. der Durchführung von Dienstleistungen entstehen im Unternehmen zwangsweise Kosten. Als sogenannte Bereitschaftskosten werden dabei alle Kosten bezeichnet, die für die bloße Bereitschaft zur Produktion anfallen. Es ist irrelevant, ob das Unternehmen letztlich 1 Einheit oder 1.000 Einheiten des Gutes herstellt – die Bereitschaftskosten bleiben nahezu konstant.

Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten Leistungskosten. Sie fallen nur dann an, wenn aktiv produziert wird. Hierbei handelt es sich vor allem um Materialkosten, aber auch Löhne und Gehälter stehen oftmals in starker Abhängigkeit zur Anzahl der produzierten Güter.

Beispiele für Bereitschaftskosten

Das typischste Beispiel für Bereitschaftskosten sind Mieten. Beispielsweise zahlt ein Friseur jeden Monat eine fixe Miete für die Anmietung eines Salons. Für die Höhe der Mietkosten ist es irrelevant, ob letztlich nur ein Kunde oder hundert Kunden den Laden betreten werden – sie bleiben konstant. Allein für die Bereitschaft zum Angebot von Haarschnitten werden diese Kosten fällig, denn ohne Salon könnte die Leistung nicht angeboten werden.

Auch produzierende Unternehmen weisen unterschiedlichste Kostenpunkte aus, die als Bereitschaftskosten bezeichnet werden können. Sofern Lagerhallen und Produktionsgebäude nicht angemietet sind, muss die Grundsteuer bezahlt werden. Deren Höhe ist ebenfalls unabhängig vom Produktionsvolumen und ist pauschal zu entrichten. Darüber hinaus erhöhen vor allem Abschreibungen die Bereitschaftskosten. Denn auch der Kauf von Maschinen ist eine zwingende Voraussetzung für die Produktion, steht aber nicht in direktem Zusammenhang mit der letztlich produzierten Anzahl an Gütern.

Bereitschaftskosten – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Bereitschafskosten fallen allein für die Bereitschaft zur Produktion bzw. Leistungserstellung an
  • Ihre Höhe ist (nahezu) unabhängig von der produzierten Anzahl an Gütern
  • Im Gegensatz dazu stehen die Leistungskosten

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Themen: Kostenrechnung

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