Barkauf

Kurz & einfach erklärt:

Barkauf verständlich & knapp definiert

Von einem Barkauf ist zu sprechen, wenn eine Leistung direkt und unmittelbar mit Bargeld bezahlt wird.

Kauf, bei dem sofort per Bargeld gezahlt wird. Leistung und Gegenleistung werden dabei direkt Zug und Zug erbracht, das komplette Rechtsgeschäft ist damit unverzüglich abgeschlossen.

Ablauf eines Barkaufs

Holzwuerfel mit Wort Barkauf liegen auf Muenzen
Bei einem Barkauf wird das Geschäft sofort per Bargeld durchgeführt

Beim Barkauf ist auch vom Prinzip „Zug und Zug“ zu sprechen. Denn hierbei werden Leistung und Gegenleistung direkt gegeneiner ausgetauscht. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Einkauf beim Bäcker. Der Kunde kommt in den Laden, entscheidet sich für eine bestimmte Anzahl an Brötchen, zahlt den Preis hierfür in Bar und erhält die Ware hierfür direkt übergeben.

Anders würde das Prozedere hingegen beim Zielkauf ablaufen. Dabei vereinbaren beide Parteien, dass sich der Zeitpunkt der Leistung und der der Gegenleistung voneinander unterscheiden. Um im Beispiel des Bäckers zu bleiben: Der Kunde könnte die Brötchen heute mitnehmen und sie mittels Rechnung bezahlen. Jedoch wäre dies im Falle des Brötchenkaufs mit hohem Aufwand verbunden. Denn bei Zielkäufen müssen in der Regel schriftliche Vereinbarungen zwischen den Parteien getroffen werden. Zudem besteht die Gefahr eines Zahlungsausfalls, weshalb Bargeschäfte gerade im stationären Einzelhandel bevorzugt angewendet werden.

Zu beachten gilt es, dass der Barkauf keine direkten Auswirkungen auf beispielsweise Garantie- oder Gewährleistungsrechte hat. Ob etwa ein neuer Laptop mit Bargeld, per Rechnung oder per EC-Karte bezahlt wird, hat keinen Einfluss auf die Garantie.

Barkauf beim Auto

Eines der häufigsten Anwendungsgebiete des Barkaufs – zumindest bei höherpreisigen Anschaffungen – ist der Kauf von gebrauchten Autos. In der Regel erwerben private Kunden Fahrzeuge bei gewerblichen Händlern oder anderen Privatpersonen. Dabei ist es Usus, dass das Auto direkt gegen Bargeld erworben wird. Wenn es sich beim Verkäufer um einen Händler handelt, wäre aber prinzipiell auch ein Rechnungskauf oder die Überweisung des Geldes möglich. Jedoch bieten sich beiden Seiten einige Vorteile:

  • Der Käufer des Autos erhält bei Barzahlung in der Regel einen Rabatt oder kann zumindest seine Verhandlungsposition stärken.
  • Verkäufer erhalten das Geld sofort und können ihre Liquidität erhöhen.
  • Zudem gibt es kein Risiko von Zahlungsausfällen, was etwa beim Rechnungskauf des Autos der Fall wäre

Barkauf – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Beim Barkauf werden Leistung und Gegenleistung unmittelbar ausgehändigt
  • Dabei bezahlt der Schuldner eine Leistung mit physischem Bargeld
  • Ein Barkauf ist mit äußerst geringem Verwaltungsaufwand verbunden und verhindert Zahlungsausfälle

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