Amortisation

Kurz & einfach erklärt:

Amortisation verständlich & knapp definiert

Amortisation bedeutet, dass sich ein bestimmter Geldbetrag, der investiert wurde, durch die Erlöse dieser Investition wieder einnehmen lässt. Durch Amortisation lässt sich feststellen, wie rentabel eine Investition ist.

Unter dem Begriff der Amortisation versteht man in der Wirtschaft einen Prozess, bei dem Aufwendungen durch die daraus erzielten Erträge gedeckt werden. Die dafür benötigte Zeitspanne, die verstreicht, bis die Erträge einer Investition deren Kosten decken, wird als Amortisationszeit bezeichnet.



Beispiel: Ein Restaurant kauft zum Beispiel eine Kaffeemaschine. Die Anschaffungskosten sind dann amortisiert, wenn die Erlöse mit den Anschaffungskosten gleich groß sind. Von einer Amortisation spricht man ebenfalls, wenn menschliche Arbeitskraft durch maschinelle ersetzt wird. Hier wird die Anschaffung der teuren Maschine durch die niedrigeren Betriebskosten amortisiert.

Die Amortisation anhand eines Beispiels

Eine Investition kann zum Beispiel die Anschaffung eines Fahrzeuges für eine Spedition sein. Für diese Investition tätigt das Unternehmen einen finanziellen Aufwand, die sogenannten Anschaffungskosten.

Das Unternehmen erzielt mit dem Betrieb des Fahrzeuges Erträge. Erreichen die Erträge die Höhe der Anschaffungskosten, so haben sich letztere amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt verdient das Unternehmen mit dem Betrieb des Fahrzeuges Gewinne. Ein Gewinn kann für das Unternehmen auch im Verkauf des Fahrzeuges liegen.

Theorie und Praxis in der Wirtschaft

Jede Investition eines Unternehmens wird vor ihrer Realisierung mit Hilfe sogenannter Amortisationsrechnungen durch kalkuliert. Dabei werden unter Heranziehung aller betriebswirtschaftlich relevanten Faktoren die Amortisationszeit und die Rendite errechnet. Für die Berechnung stehen zwei Modelle zur Verfügung.


Bei der statischen Amortisationsrechnung werden ausschließlich die Kosten für die Investition und die benötigte Zeit für die Deckung durch die Erträge gegenübergestellt. Da alternativ zu einer Investition das Geld auch in Finanzprodukte (z. B. Wertpapiere)  angelegt werden kann, für das das Unternehmen Zinserträge erzielt, greifen viele Unternehmen zur dynamischen Amortisationsrechnung, bei der auch die Zinsen in der Kalkulation Berücksichtigung finden.

Zusammenfassung:

  • Amortisation ist ein Prozess, der darüber Auskunft gibt, welche Zeit vergeht, bis ein Aufwand durch die daraus erzielten Erträge neutralisiert wurde.
  • Das entweder statisch, ohne Berücksichtigung möglicher Zinserträge oder
  • dynamisch, mit Berücksichtigung der Zinserträge.

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Themen: Wirtschaft

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