Akkordlohn

Kurz & einfach erklärt:

Akkordlohn verständlich & knapp definiert

Der Akkordlohn ist eine leistungsbezogene Entlohnung eines Arbeiternehmers. Dabei erfolgt die Vergütung nach der erbrachten Leistung je Zeiteinheit.

Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, wobei der Zeitakkord deutlich gebräuchlicher ist.

Ausgestaltung des Akkordlohns

Accordlohn in Lebensmittelindustrie
In der Produktion wird häufig nach Akkordlohn vergütet
Beim Akkordlohn erfolgt die Vergütung des Arbeitnehmers auf Basis der Produktionsleistung. Diese wird gemessen, indem die produzierte Menge in einer bestimmten Zeiteinheit bestimmt wird. Der Akkordlohn kann entweder für jeden Arbeitnehmer einzeln (Einzelakkord) oder für eine Gruppe von Arbeitnehmern (Gruppenakkord) bezahlt werden.

Zu unterscheiden ist zwischen dem Geldakkord und dem Zeitakkord. Der Lohn des Geldakkords berechnet sich als Menge x Geldeinheit/Stück. Der Zeitakkord legt das Entgelt hingegen als Menge x Stückzeit x Geld- oder Minutenfaktor fest.

Voraussetzungen für die Anwendung des Akkordlohns

Aus rein ökonomischer Sichtweise müssen folgende drei Voraussetzungen erfüllt sein, damit ein Akkordlohn sinnvoll eingesetzt werden kann:

  • Die Mengenleistung muss von den Arbeitnehmern tatsächlich beeinflusst werden können, indem etwa besonders schnell gearbeitet wird.
  • Die Tätigkeit muss regelmäßig in gleicher Art und Weise durchgeführt werden.
  • Die Qualität des Arbeitsergebnisses ist von untergeordneter Qualität oder kann durch den Arbeitnehmer überhaupt nicht beeinflusst werden.


Die Bedeutung des Akkordlohns ist durch die zunehmende Automatisierung in der Wirtschaft stark gesunken. Da der reine Produktionsprozess nicht mehr nur vom Arbeitnehmer, sondern fast immer in Zusammenarbeit mit Maschinen durchgeführt wird, kann kein Akkordlohn mehr bezahlt werden

Akkordlohn – Vor- und Nachteile

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Akkordlohn vor allem deshalb vorteilhaft, weil er starke Anreize zur Leistungssteigerung bei Arbeitnehmern setzt. Die Vorgabezeiten können zudem zur Kalkulation und Produktionsplanung genutzt werden.

Der Akkordlohn aber führt dazu, dass Arbeitnehmer einen zu hohen Arbeitsaufwand betreiben und an gesundheitlichen Problemen leiden. Zudem wird das unternehmerische Risiko in Teilen auf den Arbeitnehmer abgewälzt, was aus sozialen Gesichtspunkten gegen den Akkordlohn spricht. Aus ökonomischer Perspektive sind vor allem Qualitätseinbußen als Kritikpunkt anzusehen.

Akkordlohn – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Der Akkordlohn vergütet Arbeitnehmer pro hergestellter Produktionseinheit
  • Für die Anwendung muss die Mengenleistung tatsächlich vom Arbeitnehmer beeinflusst werden können
  • In der Praxis wird der Akkordlohn kaum noch angewendet

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Themen: Wirtschaft

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