Höchstwertprinzip

Während Vermögenswerte eines Unternehmens nach dem Niederstwertprinzip zu bewerten sind, gilt für Schuldwerte das Höchstwertprinzip: Bei mehreren zur Auswahl stehenden Werten ist der höchste Wert in der Bilanz auszuweisen.

 

Gesetzliche Grundlagen

Nach § 253 HGB sind Unternehmensschulden im Zweifelsfall mit dem höheren Wert festzusetzen.

Wozu dient das Höchstwertprinzips ?

Schulden mit dem höchstmöglichen Rückzahlungswert anzusetzen, hat vor allem dem Sinn, eine überhöhte Gewinnausschüttung zu verhindern und damit auch bei Eintritt des Worst-Case-Szenarios die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens aufrechtzuerhalten.

Beispiele für das Höchstwertprinzip

Zur Verdeutlichung folgendes Beispiel:

 

Währungsverbindlichkeiten: Hier können sich Differenzen aus Kursschwankungen ergeben. Daher ist der Tageswert der Währung mit dem Kurswert bei Aufnahme der Verbindlichkeit zu vergleichen und der höhere Wert im Jahresabschluss anzusetzen.

Ist der aktuelle Tageskurs also bei 1 €, am Tag der Aufnahme war der Kurs aber bei 0,8 €, muss nach dem Hochstwertprinzip für diese Verbindlichkeit 1 € angesetzt werden.

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