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Rechnungswesen » Jahresabschluss » Goldene Bilanzregel

Goldene Bilanzregel


Die Goldene Bilanzregel sagt aus, dass langfristiges Vermögen (Anlagevermögen) auch langfristig finanziert werden soll. Ebenso soll das kurzfristige Vermögen (Umlaufvermögen) kurzfristig finanziert werden.

Natürlich ist keine genaue Zuordnung zwischen Mittelherkunft (Passiva) und Mittelverwendung (Aktiva) möglich. Deshalb beschränkt man sich auf eine pauschale Übereinstimmung.

Die mathematische Definition lautet (weite Fassung):

Goldene Bilanzregel

Formel Goldene Bilanzregel

Bedeutung:
Diese Regel wird verwendet um die Finanzierungskosten des Kapitalbedarfs so gering wie möglich zu halten. Im Grundsatz gilt, die Kosten für langfristiges Fremdkapital sind geringer als die Kosten von kurzfristigem Fremdkapital. Zwar ist die Finanzierung des Umlaufvermögens kostspieliger als die Finanzierung des Anlagevermögens, doch hat man durch das kurzfristige Fremdkapital höhere Flexibilität bei der Finanzierung.

Beispiel:
Ein Unternehmen finanziert den Kauf einer Maschine (Nutzungsdauer 10 Jahre) mit einem Darlehen (Laufzeit 10 Jahre) zu einem Zinssatz von 5 % p.a. Das Unternehmen könnte die Maschine auch mit kurzfristigem Fremdkapital, wie z.B. einem Dispo-Kredit finanzieren. Für das Unternehmen würde in diesem Fall die Finanzierungs-Flexibilität steigen. Jedoch steht die Flexibilität in keinem Vergleich zu den erhöhten Kosten der Kapitalfinanzierung. Kauft das Unternehmen Rohstoffe für diese Maschine, sollten diese kurzfristig finanziert werden. In diesem Fall ist die Flexibilität wichtiger, da man davon ausgehen kann, dass die produzierten Waren in naher unbestimmter Zukunft zu einer Umsatzgenerierung führen. Wären diese Rohstoffe mit einem langfristigen Darlehen finanziert, wären zwar die Finanzierungskosten p.a. geringer, jedoch wäre das Unternehmen selbst nach Umsatzgenerierung an dieses Darlehen gebunden oder müsste mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gebühr für eine vorzeitige Ablösung an den Kreditgeber zahlen.




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