Vermögensbildungsgesetz

In Deutschland gibt es schon seit Jahrzehnten ein sogenanntes Vermögensbildungsgesetz, dessen Aufgabe es im Wesentlichen ist, das private Sparen der Arbeitnehmer zu fördern. Es gab bei diesem Gesetz bereits mehrere Änderungen, sodass heutzutage das Fünfte Vermögensbildungsgesetz aktuell ist.

Ein wesentlicher Kern des Vermögensbildungsgesetzes ist, dass Arbeitnehmer unter bestimmten Bedingungen einen Anspruch auf den Erhalt einer staatlichen Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage haben. Diesen Ansatz gibt es beim Vermögensbildungsgesetz bereits seit dem Jahre 1970, der übrigens auch beinhaltet, dass neben dem Staat und den Arbeitnehmern möglichst auch die Arbeitgeber mit einbezogen werden sollen. Und zwar soll dies durch die Zahlung von Vermögenswirksamen Leistungen geschehen, zu der Arbeitgeber allerdings nicht generell verpflichtet sind, außer der Tarifvertrag sieht die VL-Leistungen vor.

Die heutige Anwendung des Vermögensbildungsgesetzes



In der Praxis wird das Fünfte Vermögensbildungsgesetz heute in erster Linie in der Form angewendet, als dass Arbeitnehmer auf die in einen Sparvertrag fließenden Vermögenswirksamen Leistungen eine Arbeitnehmersparzulage erhalten.

Ob die VL-Leistungen vom Arbeitgeber oder durch den Arbeitnehmer selbst eingezahlt werden, spielt für den Erhalt der Arbeitnehmersparzulage keine Rolle. Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben nach dem Fünften Vermögensbildungsgesetz allerdings nur solche Arbeitnehmer, die maximal 20.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 40.000 Euro (Verheiratete) im Jahr an Einkommen erzielen.

Die folgenden Anlage- bzw. Sparformen können dabei gefördert werden:




Früher waren auch noch Banksparpläne und Lebensversicherungen förderfähig, was heute nicht mehr der Fall ist. Bei den Bausparverträgen gibt es genau wie beim Sparen in Fonds einen Höchstbetrag, der durch die Arbeitnehmersparzulage gefördert werden kann. Und zwar sind das beim Bausparen maximal 470 Euro zu neun Prozent Arbeitnehmersparzulage und beim Sparen in Fonds werden maximal 400 Euro (im Jahr) mit 18 Prozent gefördert. Im besten Fall kann man also beim Ausschöpfen beider Möglichkeiten eine Arbeitnehmersparzulage von jährlich 114,30 Euro erhalten.

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