Wie werden Trends im Forex richtig gehandelt?

Für den Devisenhandel ist der Trend einer der wichtigsten Aspekte. Daher ist es für Anfänger sehr wichtig, den Trend zu verstehen. Er hilft, mögliche Verluste zu vermeiden. Trader verwenden hierfür verschiedene Varianten von Trend Trading an – sie sind ein wichtiger Bestandteil der Tradingstrategie. Ein Trend ist die grundsätzliche Richtung eines Kurses über eine bestimmte Zeitperiode. Dabei kann sich der Kurs grundsätzlich nur in drei Richtungen bewegen:

  • nach oben
  • nach unten
  • seitwärts

In der technischen Analyse sind Trends recht einfach im Stunden- oder Tageschart zu erkennen, wenn der Chart über mehrere Wochen, Monate oder Jahre analysiert wird. Währungen unterliegen zwar fortlaufend bestimmten Preisschwankungen, trotzdem kann immer ein zu Grunde liegender Trend bestimmt werden. Trends werden aus fundamentaler Sicht von Marktbedingungen bestimmt, wie zum Beispiel das Zinsniveau oder die Konjunktur. All diese verschiedenen Einflussfaktoren haben langfristig einen Einfluss auf die jeweilige Richtung, in die sich ein Währungspaar entwickelt.

Warum der Trend im Forex Handel so wichtig ist

Warum ein Trend so wichtig ist, ist ganz einfach erklärt: Die Wahrscheinlichkeit des Erfolges eines Trades ist umso höher, je mehr die Position mit dem Trend geht. Nicht ohne Grund sind Trendfolge Strategien der Klassiker unter den Handelsstrategien. Da sie so einfach verständlich sind, sind sie auch für Anfänger sehr gut geeignet. Denn beim Forex Trading ist es sinnvoll, immer den einfachsten Weg zu wählen. Herrscht zum Beispiel ein stabiler Abwärtstrend in einem Währungspaar vor, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend fortgesetzt wird und der Kurs weiter fällt, bedeuten höher als die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr.

So wird ein Trend erkannt

Bevor eine Forex Strategie entwickelt werden kann, müssen sich Trader mit den Grundprinzipien der Erkennung eines Trends beschäftigen. Denn diese sind die zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Strategie. Prinzipiell ist ein Aufwärtstrend immer durch höhere Hochpunkte und höhere Tiefpunkte zu erkennen. Erfolgt eine Verbindung der Tiefpunkte mit einer Geraden, so erhält der Trader die sogenannte Trendlinie. Im Fall einer Aufwärtsbewegung wird diese Linie Aufwärtstrendlinie genannt. Im Fall eines Abwärtstrends ist es umgekehrt und die Abwärtstendenz markieren tiefere Tiefpunkte und tiefere Zwischenhochs.


Neben den zuvor beschriebenen Trennlinien setzen Trader auch andere Indikatoren ein, so beispielsweise den gleitenden Durchschnitt – auch er wird zu einer Trendanalyse genutzt. Hier gilt: Steigt ein gleitender Durchschnitt, so liegt ein Aufwärtstrend vor. Sehr nützlich ist auch die Kombination von zwei gleitenden Durchschnitten mit verschiedenen Zeitfenstern. Verlaufen dann die gleitenden Durchschnitte parallel und fallen oder steigen, so liegt kurz- und mittelfristig ein stabiler Trend vor.

So funktioniert der optimale Einstieg

Im Forex Handel gibt es eine Vielzahl an optimalen Einstiegsmöglichkeiten für einen Trade. So kann zum Beispiel bei einem Aufwärtstrend im Fall einer leichten Korrektur oder auch im Fall einer Seitwärtsbewegung die Zeit genutzt werden, um eine Long-Position mit engem Stopp zu platzieren. Zu beachten ist hierbei, dass der Umkehrpunkt der Korrekturbewegung bestimmt werden muss, und das ist mit entsprechendem Risiko verbunden. Allerdings ist das Risikoverhältnis bei solch einem Trade eher gering.

Eine weitere hohe Erfolgswahrscheinlichkeit bietet ein klassisches Trendfortsetzungsmuster mit einem neuen Hoch, welches von einer Zwischenkorrektur gefolgt wird, um dann erneut über das vorige Hoch auszubrechen. Auch dieser Ausbruch lohnt sich als Einstieg für eine Forex Strategie. Hier wird der Stopp allerdings nicht so eng gesetzt wie beim Trendlinien Einstieg. Dafür ist aber auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Trade erfolgreich ist. Das liegt daran, dass Trader so sowohl in Richtung eines kurzfristigen Trends als auch eines übergeordneten Trends handeln.
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