Staatliche Regulierung der Broker für den Binärhandel

Die Broker für den Handel mit binären Optionen bewerben ihre Handelsmodelle wenig überraschend sehr vollmundig und heben in vielversprechenden Worten die stattlichen Maximalrenditen und die Qualitäten ihrer Handelsplattformen. Objektive Aussagen zum Broker-Service sind diese Informationen auf den Webseiten der Betreiber aber aus Trader-Sicht leider nicht. In puncto Seriosität erweist sich eine staatliche Regulierung der Broker deutlich aussagekräftiger für Trader, die aktuell auf der Suche nach einem neuen Partner für den Handel mit digitalen Optionen sind.

Immer mehr Broker beantragen Lizenzen, um sich so im Vergleich mit der Konkurrenz besser zu präsentieren. Auffallend ist dabei, dass es der Broker-Standorte wegen einige Aufsichtsbehörden gibt, die im Test auftauchen.

Zugleich erfahren potentielle Neukunden, dass nicht alle Instanzen auf ähnliche strenge Auflagen vertrauen bei der Lizenzierung und Regulierung.

  • Cyprus Securities and Exchange Commission aus Zypern (CySEC)
  • US-amerikanische United States Securities and Exchange Commission (SEC)
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
  • Financial Conduct Authority (FCA) aus Großbritannien
  • dies Malta Financial Services Authority (MFSA)

Broker müssen Aufsichtsbehörden regelmäßig Bericht erstatten

Für Anleger wird die Regulierung zunehmend zu einem wichtigen Auswahlkriterium im Broker-Vergleich, für die Anbieter wiederum ist das Fehlen staatlicher Kontrollen hingegen ein Nachteil im Wettbewerb. Denn immer mehr Branchenvertreter können mit einer Lizenzierung aufwarten. Für die Kundschaft ist diese Tatsache insofern eine Hilfestellung, weil die Betreiber der Trading-Portale gezwungen sind, in regelmäßigen Abständen Protokolle über ihre Geschäftspraxis an die Behörden zu übermitteln.

Dies betrifft in der Regel auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen insgesamt, so dass die beworbenen Bonusangebote den Tatsachen entsprechen müssen. Die genannten Konditionen müssen für Kunden erreichbar sein. Verstoßen Anbieter gegen die jeweils geltenden Anforderungen der Regulierungsbehörden, droht der Entzug der Lizenz.

Unterschiedlich hohe Anforderungen bei der Regulierung

Als strenge Aufsichtsbehörden gelten in der Analyse die US-amerikanische United States Securities and Exchange Commission (SEC), die britische Financial Conduct Authority (FCA) sowie die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Auch Zyperns CySEC hat in den Jahren nach der globalen Krise am Finanz- und Kreditmarkt die Kontrollen verschärft, so dass die dortige Regulierung ebenfalls längst als Indiz für Seriosität gewertet werden kann.

Auch etliche vermeintliche Steueroasen unterhalten eigene Regulierungsbehörden, diese aber gehen oft weitaus weniger streng bei der Lizenzvergabe vor als die genannten großen Instanzen. Wichtige Kriterien in puncto Sicherheit sind die Aufbewahrung der Kundengelder sowie die technischen Rahmenbedingungen, unter denen Händler beim Handel mit binären Optionen agieren.

Sicherere Technologien und Schutz der Kundengelder

Dabei darf nicht vergessen werden, dass hohe Sicherheitsstandards auf Seiten der Betreiber nicht ausreichen, um einen optimalen Schutz der Kundendaten zu garantieren. Die Kunden selbst müssen sichere Zugangsdaten festlegen und ihre Daten gut geschützt aufbewahren. Nur die Kombination dieser beiden Aspekte bringt den notwendigen Schutz gegen unbefugte Dritte.

Bei der Kapitalaufbewahrung hat sich die Praxis durchgesetzt, dass Broker die Guthaben ihrer Anleger getrennt vom Firmenkapital auf externen Konten bei Partnerbanken verwahren. Auf diese Weise fließen Kundengelder im Falle einer finanziellen Schieflage beim Broker nicht mit in die Insolvenzmasse mit ein. Untrennbar verbunden mit der Regulierung ist das Thema Einlagensicherung, das an anderer Stelle noch eingehend thematisiert wird.

Europas Broker an MiFID-Richtlinie gebunden

Ergänzend zur staatlichen Regulierung auf nationaler Ebene sind europäische Dienstleister zusätzlich an die Einhaltung der so genannten „Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente“ (MiFID) gezwungen sind. Die Vorgaben wurden mit dem Ziel eines besseren Anlegerschutzes innerhalb Europas am Finanzmarkt entwickelt. Die Einführung hat den Markt vor allem merklich transparenter gemacht, so dass Kunden ohne Probleme nicht nur auf heimische Binäre Optionen vertrauen können, sondern auch bei Anbietern aus dem (europäischen) Ausland ein Handelskonto eröffnen können.

Einen Rückschluss auf die Handelskonditionen allgemein lässt die staatliche Regulierung der Broker für den Binärhandel übrigens nicht zu. Ein Vergleich ist somit stets angeraten, um die besten Angebote ausfindig zu machen.
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