Welches sind die besten Social Trading Plattformen?

Über Social Trading Plattformen können Anleger erfahrene Trader finden, deren Handelsstrategien sie anschließend kopieren. Die Anbieter versprechen ihren Kunden, dadurch hohe Renditen ohne viel eigenes Fachwissen erzielen zu können.

Aufbau und Funktionsweise von Social Trading Plattformen

Grundsätzlich ist eine Social Trading Plattform so aufgebaut wie andere soziale Netzwerke auch. Was bei Facebook und Twitter allerdings bekannte Unternehmen oder Stars sind, sind bei Social Trading Plattformen Top-Trader. Über die Plattform können unerfahrene Anleger genau einsehen, welche Finanzprodukte der Top-Trader gerade kauft. Zudem ist es sogar möglich, diese Positionen direkt vom System kopieren zu lassen.

Prinzipiell kann jeder Trader ein Top-Trader werden. Der Follower hat daher die Qual der Wahl und muss aus der breiten Masse potenzieller Signalgeber diejenigen filtern, die am vielversprechendsten erscheinen. Wie das funktioniert, zeigt die folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung:


  • Alle Social Trading Plattformen bieten zahlreiche Suchkriterien an. Follower können hierüber beispielsweise festlegen, wie viel Rendite der Top-Trader in den letzten Monaten mindestens erzielt haben muss. Auch bezüglich dessen Handelsstrategie lassen sich Einstellungen wie etwa die Wahl der gehandelten Finanzprodukte vornehmen. Anschließend wird die Suche per Mausklick gestartet.
  • Die Software zeigt jetzt automatisch eine Übersicht der Trader an, die den gewählten Suchkriterien entsprechen. Daraufhin haben Follower die Möglichkeit, die Profile der Signalgeber näher zu betrachten. Hier finden sich beispielsweise detailliertere Informationen zu den Handelsstrategien oder Status-Updates.
  • Soll dem Trader dann wirklich gefolgt werden, ist dies per Mausklick auf ein entsprechendes Symbol möglich. Danach kopiert das System alle Positionen, die der Signalgeber eingeht. Follower können diesen Vorgang natürlich jederzeit abbrechen oder den Top-Trader nur mit einem bestimmten Kapitaleinsatz kopieren.

Unterschiede der Social Trading Plattformen

Das vorgestellte Grundprinzip ist bei allen Social Trading Plattformen nahezu identisch. Jedoch unterscheiden sich die Anbieter auch in einigen Aspekten voneinander. So gibt es beispielsweise reine Social Trading Plattformen, aber auch herkömmliche Broker, die das Social Trading nebenher anbieten.

Vor allem ist aber zwischen den Finanzprodukten zu unterscheiden, mit denen die Top-Trader handeln. Bei einem Großteil der Plattformen werden Finanzderivate für den Handel genutzt. Binäre Optionen, CFDs, Forex und Zertifikate weisen aber unterschiedliche Charakteristika auf, die für den Follower von entscheidender Bedeutung sind. Beispielsweise ist der Forex- und CFD-Handel immer mit einer Hebelfunktion versehen. Über diese werden sowohl Gewinne als auch Verluste des Top-Trader vervielfacht, was das Chance und Risiko steigert.

Darüber hinaus weisen die Plattformen Unterschiede in der Bedienbarkeit und den Kostenstrukturen auf. Wie komfortabel die Software für das Social Trading genutzt werden kann, muss jeder Follower individuell beurteilen. Der Kostenfaktor ist hingegen deutlich allgemeiner einzuschätzen. Nutzen die Plattformen Finanzderivate, so wird immer über den sogenannten Spread abgerechnet. Es handelt sich um die Spanne aus An- und Verkaufskurs einer Position. Je nach Broker kann der Spread entweder fix oder variabel sein.

Anbieter von Social Trading Plattformen

Social Trading hat sich mittlerweile fest am Markt etablieren können. In Deutschland sind besonders die folgenden fünf Plattformen bekannt und beliebt:


  • eToro verfügt über rund 4.500.000 Millionen registrierte Nutzer aus der ganzen Welt. Entsprechend gilt das Unternehmen als größte Social Trading Plattform überhaupt. Angeboten wird der Handel mit CFDs auf Rohstoffe, Währungen, Indizes und Aktien, die über eine benutzerfreundliche Software-Lösung verfügbar sind.
  • ZuluTrade wurde bereits im Jahr 2007 gegründet und ist einer der Vorreiter beim Social Trading. Allerdings ist das Unternehmen im Gegensatz zu eToro kein herkömmlicher Broker, sondern kooperiert mit einigen namhaften Partnern. Auch bei ZuluTrade können Anleger CFDs auf unterschiedlichste Basiswerte handeln.
  • ayondo ist eigentlich ein klassischer Broker, der allerdings eine eigene Social Trading Plattform entwickelt hat. Als Handelsinstrument dienen ebenfalls CFDs, die sich auf Währungen, Indizes, ETFs, Rohstoffe und Aktien beziehen können.
  • Bei copyop findet der Handel hingegen über binäre Optionen statt. Abgesehen davon unterscheidet sich die Plattform aber nur in Nuancen von den vorgestellten Konkurrenten.
  • Wikifolio fällt ein bisschen aus der Liste der Social Trading Plattformen heraus. Zwar ist es ebenfalls beliebt und groß, bietet jedoch den Handel mit sogenannten wikifolios an. Das sind Musterportfolios, die von Mitgliedern der Community erstellt wurden. Anschließend werden diese als kostengünstiges Zertifikat mit einer Partnerbank auf den Markt gebracht.

Mobiles Social Trading

Immer wichtiger wird für viele Follower, auch von unterwegs aus Social Trading betreiben zu können. Denn so besteht die Möglichkeit, die Signalgeber jederzeit zu beobachten und direkt auf wichtige Änderungen reagieren zu können. Zudem ist mobiles Social Trading ganz einfach bequem, weil der Follower nicht mehr starr am heimischen PC sitzen muss. Daher bieten mittlerweile alle genannten Social Trading Plattformen die Möglichkeit, mobil zu handeln.

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