RSI Strategie – RSI als Oszillator

Die Relative Strenght Index Strategie (RSI) ist sowohl für den Forex Handel wie auch für andere Märkte anwendbar. Der RSI Indikator gilt als beliebter und klassischer Oszillator.

Er gibt an, ob ein Markt überkauft ist oder übergekauft ist. Der RSI ist kein Trendindikator, daher wird in einer RSI Strategie noch ein weiterer Trendindikator genutzt, der exponentielle gleitender Durchschnitt (EMA)

RSI als Indiz der Verfassung des Marktes

Ein RSI System liefert im Forex Handel mit einfachem Aufwand ein aussagefähiges Indiz über die Marktverfassung. Mit entsprechender Einstellung kann der RSI als Handelssignal, als Filter und auch als früher Indikator verwendet werden. Daher nimmt der Relative Strength Index auch im Forex Trading einen besonderen Stellenwert ein.

Die Entwicklung des RSI Indikators erfolgte in den 1970er Jahren. Das Prinzip ist einfach: In einem gewählten Zeitrahmen, der in der Regel zwischen acht und 14 Perioden liegt, wird die Summe aus Kursgewinnen und Kursverlusten errechnet. Diese beiden Summen werden im Chart zueinander ins Verhältnis gesetzt. Der Indikator misst so die Stärke eines Trends. Im Gegensatz zum einfachen Momentum liegt hierbei eine deutlich breitere Kursbasis zugrunde.

Interpretation des RSI Indikators

Die Errechnung des RSI erfolgt in allen Chartprogrammen gleich und der Wertebereich liegt zwischen 0 und 100. Finanzexperten werten Werte von 70 und mehr als überkauft, Werte, die unter der Marke von 30 liegen, dagegen als überverkauft. Der Markt gilt bei einem Wert von etwa 50 als ausgeglichen.

Der RSI Oszillator eignet sich besonders gut für den Vergleich verschiedener Währungspaare. So können Trader in Märkten mit hohen Werten eine Short-Position und in besonders niedrigen Märkten eine Long-Position eröffnen und so antizyklisch traden. Allerdings ist der Aufbau von antizyklischen Positionen nur auf Grundlage des RSI mit einem gewissen Risiko behaftet. Denn in sehr starken Trendmärkten erfolgt wie bei allen anderen Oszillatoren auch ein langes Aufhalten im Extrembereich.

Nicht nur der numerische Wert des Indikators ist beachtenswert, sondern auch sein Verlauf in der Chartanalyse, der in der Regel unterhalb des eigentlichen Charts dargestellt wird. Einige Chartprogramme können ihn auch in den Chart integrieren. Was jedoch immer der Fall ist: Der RSI bildet bestimmte Kursmuster aus, die dem Währungsmarkt voraus laufen.
Wichtig sind die sogenannten Tops – analoge Böden – die der RSI bei Werten ausbildet, die über 70 liegen. Diese Tops bildet der RSI bereits vor dem Markt und dient daher als Spekulation auf eine kurzfristige Trendumkehr.

Auch durch Divergenzen wird eine Trendumkehr im Markt angekündigt. Sie liegt vor, wenn der Markt im Fall eines Aufwärtstrends drei Mal hintereinander jeweils höhere Hochs bildet und gleichzeitig die drei Hochs des RSI fallen. In solch einem Fall liegt das zweite Hoch des RSI niedriger als das erste Hoch und das dritte Hoch niedriger als das zweite Hoch.

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