Private Rentenversicherung

Wenn Du einen Anlageberater oder auch einen Rentenberater danach fragst, wie Du am besten privat für Deine Altersvorsorge sparen kannst, dann wird sicherlich häufig die private Rentenversicherung als Vorschlag genannt werden.

Die Private Rentenversicherung - eine Versicherung?!

Auch wenn dieses Produkt von Versicherungsgesellschaften vertrieben wird und auch in der Bezeichnung der Begriff der „Versicherung“ auftaucht, so handelt es sich dennoch eher um einen Sparplan (siehe auch Banksparplan) als um eine Versicherung im klassischen Sinne.



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Die private Rentenversicherung wird zwar vorwiegend zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge genutzt, kann aber natürlich auch anderen Sparzwecken dienen und somit prinzipiell zum Vermögensaufbau genutzt werden. Die private Rentenversicherung gibt es mittlerweile in zwei Varianten, nämlich als klassische Rentenversicherung und als fondsgebundene Rentenversicherung.

Unterschied klassischen und  fondsgebundene Variante 

Die private Rentenversicherung funktioniert so, dass Du mit dem Vertragsabschluss zunächst eine Vertragslaufzeit und eine monatliche Rate vereinbarst, die Du als Sparbeitrag einzahlen möchtest.


Der Versicherer sammelt nun alle Beiträge der Versicherten und investiert diese seinerseits in verschiedene Finanzprodukte. An dieser Stelle gibt es den entscheidenden Unterschied zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Rentenversicherung.


Bei der klassischen Variante investiert der Versicherer die Beiträge nämlich vorrangig in sehr sichere Produkte, wie zum Beispiel in Termingelder, Geldmarktfonds oder in bestimmte Anleihen.


Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung ist es hingegen so, dass unter anderem auch Deine Sparbeiträge in bestimmte Fonds investiert werden, zum Beispiel in Aktienfonds. Aus dem Grunde musst Du auch immer zwischen diesen zwei Varianten unterscheiden, wenn es um den Ertrag und die Sicherheit der privaten Rentenversicherung geht. Ab Fälligkeit der Rentenversicherung erhältst Du dann aus dem Guthaben heraus eine lebenslange monatliche Rente gezahlt.

Wie sicher ist die private Rentenversicherung?

Die klassische private Rentenversicherung kann als sehr sicher bezeichnet werden. Kapitalverluste musst Du nicht befürchten, sondern Du bekommst bei Fälligkeit mindestens die bis dato eingezahlten Beiträge zurück.


Zudem gibt es auch noch eine Mindestverzinsung. Durch eine Art Einlagensicherung, wie es sie auch bei den Banken gibt, ist Dein angesammeltes Kapital meistens sogar dann geschützt, wenn der Versicherer insolvent wird.


Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung sieht es etwas anders aus. Denn da der Versicherer Deine und die vielen anderen Beiträge in Fonds investiert, können mitunter auch Kursverluste bei diesen Fonds entstehen. Die Folge ist, dass die Gefahr besteht, dass Du später weniger ausgezahlt bekommst, als Du zuvor eingezahlt hast. Falls Du Dich allerdings für eine fondsgebundene Rentenversicherung in Verbindung mit der Riester-Rente entscheidest, gibt es dieses Risiko nicht. Denn dann muss der Versicherer garantieren, dass Du mindestens Deine eingezahlten Sparanteile zurückbekommst. Die fondsgebundene Rentenversicherung kann also genauso wie die klassische Variante als Riestervertrag genutzt werden, was sicherlich ein Vorteil ist.

Lohnt sich das? Wie hoch ist die Rendite?

Auch bezüglich der Rendite muss zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Rentenversicherung unterschieden werden.

Bei der klassischen Variante ist es so, dass sich dieser Ertrag aus zwei Komponenten zusammensetzt. Zum einen ist das ein garantierter Mindestzinssatz, der zurzeit 1,75 Prozent im Jahr beträgt. Den größeren Anteil der Rendite machen die Überschussanteile aus, die die Versicherungsgesellschaft erwirtschaften kann. Allerdings hast Du keinen Anspruch auf diese Überschussbeteiligung. Im Durchschnitt beträgt die Rendite bei der klassischen privaten Rentenversicherung etwa vier bis fünf Prozent.

Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung ist die Höhe des Ertrages völlig offen und es gibt keinen Garantierertrag. Es kommt im Prinzip alles darauf an, wie sich die Fonds entwickeln, in welche der Versicherer Deine Beiträge investiert hat. Auch auf die Wahl der Fonds kommt es an, denn Aktienfonds erreichen durchschnittlich eine bessere Wertsteigerung als beispielsweise Geldmarktfonds. Im langfristigen Durchschnitt erzielen fondsgebundenen Rentenversicherungen einen Ertrag zwischen fünf und sieben Prozent.

Verfügbarkeit und Gebühren bei der privaten Rentenversicherung

Ein Nachteil der privaten Rentenversicherung besteht darin, dass die vereinbarten Beiträge von der Höhe her meistens nicht veränderbar sind. Zudem kann es sein, dass Du bei einer vorzeitigen Verfügung sogar weniger Geld herausbekommst, als Du vorher eingezahlt hast.

Nachteilig auf die Rendite wirken sich auch die Gebühren aus. Denn von Deinem Beitrag werden Gebühren abgezogen, der sogenannte Kostenanteil, sodass nicht der gesamte Beitrag zur Geldanlage genutzt wird. Zudem ist in den Beiträgen auch eine zu zahlende Abschlussprovision enthalten.

Die Vor- und Nachteile der Privanten Rentenversicherung 

Klassische Rentenversicherung

Vorteile:

  • hohe Sicherheit
  • garantierte Mindestverzinsung
  • riesterfähig


Nachteile:

  • Hauptteil des Ertrages nicht garantiert
  • Rendite eher durchschnittlich
  • unflexibel
  • Gebühren reduzieren Rendite


Fondsgebundene Rentenversicherung

Vorteile:

  • riesterfähig
  • durchschnittlich guter Ertrag


Nachteile:

  • eingeschränkte Sicherheit (außer als Riester-Vertrag)
  • kein garantierter Ertrag
  • Gebühren reduzieren Rendite
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