Pair-Trading – eine Handelsart mit Entwicklungspotenzial

Es gibt etliche Handelsarten, die gewissermaßen als Klassiker des Binärhandels bezeichnet werden können. Dies sind ohne Frage in erster Linie Call- und Put-Optionen, aber auch die verschiedenen Varianten der so genannten „Touch-Optionen“ fallen in diesen Bereich. Deutlich seltener gibt es Orderarten, die nur bei wenigen Broker im Binärhandel angeboten werden.

Das hier thematisierte Pair-Trading ist eine solche Besonderheit, die nur bei wenigen Anbietern zu finden ist. Je nach Anbieter wird diese Handelsart auch als „Paar Optionen“ bezeichnet oder trägt einen ähnlichen Namen. Gemeint ist stets dasselbe. Trader wetten nicht auf die Entwicklung des Kurses eines einzelnen Basiswertes, sondern geben einen Tipp dazu ab, wie sich die Werte zweier Assets (Vermögenswerte) während bzw. bis zum Ende der ausgewählten Laufzeit zueinander entwickeln werden.

Absolute Kurse unwichtig – es geht um das Verhältnis zweier Werte

Broker sehen im Vergleich zu den Standard-Handelsarten bei der Auswahl der Handelswerte in der Regel Einschränkungen vor. Dies aber bedeutet nicht automatisch, dass das Pair-Trading nicht durchaus interessant und rentabel für Broker-Kunden sein kann. Der Paar-Handel kann Abwechslung in den Alltag eines Traders bringen. Seiner Funktionsweise nach weist das Pair-Trading Ähnlichkeiten zum Devisenhandel auf, denn auch dort geht es um das Verhältnis zweier Kurse zueinander. Der Unterschied: Das Pair-Trading über binäre Optionen erlaubt auch den Einsatz von Assets aus den Bereichen Rohstoffe und Futures, vor allem aber kommen Aktien und Indizes in diesem Bereich zum Einsatz. Die Kurse der beiden zugrundeliegenden Werte werden im Normalfall durcheinander geteilt.

Traden mit Basiswert-Paaren in vielen Marktbereichen lohnend

Beispiel 1: Das Pair-Trading erfolgt unter Einbeziehung der Aktie X sowie der Aktie Y. Die Aktie X bildet die Basis und wird durch den Kurswert der zweiten Aktie dividiert. Welche Aktien (oder anderen Werte) in Relation zueinander getradet werden können, legt zumeist der Broker fest. Eigeninitiative ist von Händlern lediglich bei der Auswahl der Kombinationen gefragt. Auch und gerade die erwähnten Devisen eignen sich sehr gut für den Pairs-Handel, die oft akuten Schwankungen am Rohstoff-Markt machen den Paare-Handel auf diesem Sektor ebenfalls interessant.

Darstellung beim Pair-Trading auf Gold und Silber:

Ein Trader entscheidet sich für eben dieses Werte-Paar und setzt auf einen Anstieg des Goldpreises. Bisher liegt der Goldpreis bei 1.160 US-Dollar, der ihm gegenüberstehende Silberkurs liegt bei 30 USD. Ausgehen kann man bei diesem Szenario entweder auf einen steigenden Kurs für Gold oder auf einen Kursrückgang bei Silber. Entscheidend ist am Ende, wie sich (im besagten Falle einer Division zur Ermittlung des Kursverhältnisses) das Ergebnis „Goldkurs geteilt durch Silberkurs“ verändert hat zum Laufzeitende.

Pair-Trading macht News-Lektüre unabdingbar

Abgesehen davon, dass nur einige ausgewählte Binaries-Broker das Pair-Trading offerieren, gibt es auch bei den Werten oft deutliche Eingrenzungen im Vergleich zum Portfolio bei klassischen Handelsarten wie den Call- und Put-Optionen. Das Wetten auf das Kursverhältnisse zweier Werte statt allein die Vorhersage eines einzelnen Kurses verlangt einige Erfahrungen vom Trader. Das Einbeziehen aktueller Marktnachrichten ist hierbei im Grunde unverzichtbar. So zieht der Goldpreis etwa in schwierigen wirtschaftlichen Phasen oder nach Einbrüchen am Aktienmarkt vielfach sehr kurzfristig an. Die geringe Basiswert-Auswahl bedeutet nicht zwingend, dass der Paare-Handel keine Chancen bieten kann. Schon aus dem einfachen Grund, weil Pair-Trading zu den neueren Handelsarten gehört, ist an diesem Punkt mit einem baldigen Ausbau der Angebote zu rechnen.
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