Mirror Trading – Trades ins eigene Portfolio kinderleicht spiegeln

„To mirror“ bedeuten im Englischen bekannt „spiegeln“. Und gerade um ein solches Verhalten geht es beim so genannten Mirrortrading. Im Grunde verbirgt sich dahinter nichts anderes als das Social Trading, das inzwischen in den Portfolios vieler verschiedener Broker in unterschiedlicher Form wiederfindet. Bei einigen Broker wird das Social Trading auch als Copytrading bezeichnet.

Die Ziele sind trotz unterschiedlicher Titel weitgehend identisch. Trader bekommen die Möglichkeit, von anderen zu lernen, indem man die Positionen möglichst vieler verschiedener registrierter Nutzer ihres Brokers einsehen und prüfen kann. Sagen die Parameter den Lesern zu, können diese mittels Mirrortrading ebenfalls über das eigene Handelskonto ausgeführt werden. Zum Teil stellen Broker in diesem Bereich hunderte Trading-Strategien ihrer Community zusammen.

Wie viele Trader kann ich zeitgleich beobachten?

Daran zeigt sich: Mirrortrading oder Social Trading mag für Anfänger erfolgversprechend sein. Ganz ohne ein Verständnis für das soziale Trading sollten Händler nicht einsteigen. Nicht ohne Grund sind es oftmals vor allem erfahrene Trader in diesem Bereich anzutreffend. Die Mirrortrading-Systeme wieder unterscheiden sich in ihrer Funktion und Ausrichtung. Zum einen gibt es am Markt ebenso Binäre Optionen, Forex- oder auch CFD-Broker, die Kunden das Kopieren der Positionen anderer Anleger erlauben. Zum anderen fallen die Angebote nicht immer vergleichbar identisch aus. Mancherorts können Mirrortrading-User nur einigen wenigen Tradern folgen, während Kunden bei anderen Brokern nahezu endlose Listen der momentan besten Handels-Historien erhalten.

Unterschieden wird im ersten Schritt zwischen zwei Modellen:

  • manuellem Trading
  • automatischen Handel
  • halbautomatisches Trading

Erfolgsstrategien anderer – bei kurzfristigen Laufzeiten besonders effizient

Viele Trader kombinieren in ihrem Alltag beide Ansätze miteinander. Händler, die nur zwischendurch neben dem normalen Berufsleben Zeit für eigenständige Analysen finden, können das Automatisierte Mirrortrading nutzen, um Vorbilder auszuwählen, deren erfolgreiche Trades sie über das System ohne eigene Einflussnahme ins eigene Portfolio übernehmen und ausführen lassen. Der Vorteil besteht darin, dass das Automatisieren (Stichwort „Auto-Mirroring“) anhand der geeigneten Strategien eine besonders rasche Umsetzung garantiert.

Dies stellt aus zeitlicher Sicht insbesondere beim Kurzfrist-Handel mit Haltezeiten von wenigen Minuten oder maximal Stunden einen elementaren Vorzug dar. Viele Broker testen die Trading-Strategien ausgiebig, bevor sie ihren Kunden das Folgen und Abbilden über das Mirrortrading erlauben. Und dies bei Interesse ganz ohne eigenes Zutun und die Notwendigkeit, selbst am Rechner zu sitzen.

Schnelle Ausführung macht Trader flexibel

Beim manuellen Mirrortrading hingegen entscheiden Trader allein, welche Strategien anderer Trader für den Handel genutzt werden. Die Vorauswahl besonders erfolgreicher Händler aber dient an diesem Punkt ebenso als Hilfestellung. Viele Broker erlauben die Umsetzung über den so genannten One-Klick-Modus. Auf diese Weise reicht ein einziger Klick auf die gewünschten Orders, um diese zu übernehmen. Einen Mittelweg zwischen beiden genannten Ansätzen stellt der halbautomatische Handel – auch bekannt als „Semi-Mirroring“ – dar.

Hier geht es darum, Strategien anderer Trader sowie Handelssignale in Echtzeit über die Plattformen in Charts zu beobachten und nachbilden. Positionen können auf Wunsch manuell geschlossen werden. Oder Trader warten den Moment ab, in dem die Vorbilder Positionen schließen, denn dann beendet die Trading-Software die Positionen ebenfalls. Wird beim Mirrortrading mit binären Optionen getradet, enden Positionen natürlich spätestens zum geplanten Laufzeitende.

Positionen übernehmen und individuell konfigurieren

Mirrortrading bedeutet nicht in jedem Fall, dass Händler alle Parameter der gespiegelten Orders in vollem Umfang übernehmen müssen. Bei vielen Angeboten dieser Art besteht die Möglichkeit, verschiedene Kriterien der gespiegelten Orders individuelle festzulegen oder zu korrigieren. Dazu gehören:

  • die Größe der Position
  • Extra-Funktionen (z.B. Stop-Loss, Take Profit, Entry Orders, etc.)
  • die Menge der Positionen, die von Vorbildern übernommen werden
  • die Zahl der kopierten Trader insgesamt

Regelmäßige Analyse des aktuellen Portfolio-Bestands

Mancher Broker bietet Händlern nur die Chance, kleineren Trader-Gruppen zu folgen. In anderen Fällen gibt es keine Auswahl-Einschränkungen, so dass im Prinzip die Entscheidungen jedes Mitglieds für jeden Kunden einsehbar sind beim Mirrortrading. Hier sind konsequente Analysen erforderlich. Hier geht es darum, regelmäßig den Nutzen der Vorbilder zu hinterfragen. Sind meine Interessen immer noch dieselben wie die meiner Vorbilder? Sind die kopierten Händler weiterhin erfolgreich? Diese Fragen müssen beim Mirrortrading immer wieder gestellt werden. Auch im Hinblick auf das eigene Verhalten. Denn Eigenschaften wie die Risikobereitschaft und die Renditeziele können sich mit der Zeit verändern.

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