Ein bisschen Vorsorge muss sein: Die Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung (KLV) gehört zu den Vorsorgeprodukten, die schon seit Jahrzehnten von vielen Verbrauchern zu Vorsorgezwecken genutzt werden.

Durch die regelmäßigen Einzahlungen eignet sich die Versicherung besonders zum Vermögensaufbau und wird zudem auch gerne zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge genutzt.


Allerdings gibt es nicht nur Vorteile, sondern gerade im Bezug auf eine etwaige Altersvorsorge sind bei der Kapitallebensversicherung auch einige Nachteile zu beachten. Vom Aufbau des Produktes her handelt es sich bei dieser Lebensversicherung, die übrigens nicht mit einer Risikolebensversicherung verwechselt werden darf, um eine Kombination aus einer Versicherung und einem Sparplan bzw. einer Kapitalanlage.


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Wie funktioniert die Kapitallebensversicherung?

Wie nahezu jedes Produkt, welches zum kontinuierlichen Vermögensaufbau genutzt wird, funktioniert auch die Kapitallebensversicherung nach einem recht einfachen Prinzip:  Und zwar zahlt der Kunde regelmäßig Beiträge ein, um dann später bei Fälligkeit des Vertrages Kapital ausgezahlt zu bekommen.


Die Beiträge zur Kapitallebensversicherung setzen sich allerdings aus drei Teilen zusammen:


  • dem Kostenanteil
  • dem Risikoanteil
  • dem Sparanteil

Lediglich der Sparanteil, der etwa bei 75 bis 80 Prozent des Gesamtbeitrages liegt, wird von der Versicherungsgesellschaft in verschiedene Kapitalanlagen investiert, mit denen ein Ertrag erzielt werden soll.


Ein wesentliches Merkmal besteht bei dieser Form der Lebensversicherung darin, dass es sowohl im Todes- als auch im Erlebensfall eine Leistung gibt. Hier kommt also der Absicherungsgedanke zum Tragen. Denn sollte der Versicherte während der Vertragslaufzeit versterben, erhält die begünstigte Person die Versicherungssumme ausgezahlt. Andernfalls wird das angesammelte Kapital im Erlebensfall bei Ablauf der Versicherung an den Versicherten ausgezahlt.

Sicherheit und Rendite bei der Kapitallebensversicherung

Wie die private Rentenversicherung, so gibt es auch die Kapitallebensversicherung in den beiden Varianten klassische KLV und fondsgebundene Lebensversicherung.


Die klassische KLV kann als sehr sichere Anlage bezeichnet werden, weil die Versicherer die Sparbeiträge der Kunden vorrangig in sehr sichere Anlageformen investieren müssen.

Der Versicherungsnehmer erhält sogar einen Mindestertrag garantiert, den es in Form des Garantiezinses gibt. Die Rendite setzt sich bei der klassischen Kapitallebensversicherung einerseits aus diesem Garantiezins und andererseits aus den erwirtschafteten Überschussanteilen zusammen.


Im langfristigen Durchschnitt betrachtet bewegt sich die Rendite dieser Variante bei vier bis fünf Prozent. Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung ist das Risiko etwas höher, da die Sparanteile in Fonds investiert werden, meistens in Aktienfonds. Die geringere Sicherheit hat allerdings auch positive Auswirkungen auf den Ertrag, der bei der fondsgebundenen Kapitallebensversicherung durchschnittlich etwa fünf bis sieben Prozent beträgt.

Die KLV als Altersvorsorge und zu beachtende Gebühren

Eine Kapitallebensversicherung solltest Du im Grunde nur dann nutzen, wenn Du neben dem Vermögensaufbau noch Deine Familie finanziell absichern möchtest, falls Du versterben solltest.


Bist Du hingegen alleinstehend und ist eine Todesfallabsicherung daher nicht notwendig, gibt es sicherlich bessere Alternativen zur Vermögensaufbau. Auch was die Nutzung der KLV zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge angeht, gibt es einen gravierenden Nachteil zu beachten. Denn im Gegensatz zum Banksparplan, zum Fondssparplan und zur privaten Rentenversicherung ist die Kapitallebensversicherung nicht riesterfähig. Das bedeutet, die Riester-Zulagen können nicht in die Versicherung fließen. Der Grund ist vor allem, dass bei Fälligkeit der KLV keine Rentenzahlung erfolgt, sondern das angesparte Kapital in einer Summe ausgezahlt wird. Auch die Gebühren sind sicherlich ein Faktor, der nicht unbedingt für den Abschluss einer KLV spricht.


Wie schon erwähnt, werden meistens nicht mehr als 80 Prozent des Beitrages zum Sparen genutzt. Zudem fällt bei Vertragsabschluss noch eine Abschlussgebühr an. Diese wird zwar mit den Beiträgen berechnet beträgt aber meistens ein Prozent der Versicherungssumme, was bei 100.000 Euro dann „mal eben“ 1.000 Euro an Zusatzkosten wären.

Die Vor- und Nachteile der Kapitallebensversicherung im Überblick

Was die wesentlichen Vor- und Nachteile der Kapitallebensversicherung sind, vor allem auch im Bezug auf die Nutzung des Produktes zum Vermögensaufbau, ist in der folgenden Übersicht stichpunktartig zusammengefasst.


Vorteile:

  • langfristig betrachtet eine recht sichere Anlageform
  • Absicherung der Angehörigen im Todesfall


Nachteile:

  • nicht riesterfähig
  • relativ hoher Kosten- und Gebührenanteil
  • keine Rentenzahlung nach Fälligkeit
  • Nutzung ohne Absicherungsgedanke nicht zu empfehlen

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Der Artikel "Kapitallebensversicherung" befindet sich in der Kategorie: Geld anlegen

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