Fremdwährungsdarlehen - Eigenschaften & Konditionen

Das Fremdwährungsdarlehen, öfter auch kurz als Währungskredit bezeichnet, ist ein Kredit, der aus Sicht des Kreditnehmers in einer fremden Währung vergeben wird. Für einen Kreditnehmer aus Deutschland ist also jedes Darlehen ein Fremdwährungskredit, das nicht in Euro vergeben wird. Meistens wird ein derartiger Währungskredit zur Immobilienfinanzierung genutzt.

 

Eigenschaften des Fremdwährungsdarlehens

Die wesentliche Eigenschaft des Fremdwährungskredites ist, dass die Darlehenssumme nicht nur in einer fremden Währung bereitgestellt wird, sondern der Kredit auch in dieser fremden Währung zurückgezahlt werden muss. Sowohl Auszahlung als auch Tilgung erfolgen in der jeweiligen Fremdwährung, während bei der Zinszahlung sowohl eine Zahlung in Fremdwährung als auch in Euro vereinbart werden kann.


In fast allen Fällen handelt es sich bei einem Fremdwährungsdarlehen um ein endfälliges Darlehen. Der Kreditnehmer zahlt während der Laufzeit nur die Zinsen, während die Tilgung bis zur Fälligkeit des Kredites ausgesetzt wird. Aus dem Grunde wird ein Währungskredit häufig mit einer Kapitallebensversicherung kombiniert, denn mit der Auszahlungssumme wird das Fremdwährungsdarlehen später getilgt.

Fremdwaehrungsdarlehen

 

Beachtenswerte Konditionen

  • Währung des Darlehens (Auszahlung und Rückzahlung)
  • Währung der Zinszahlung
  • Effektivzinssatz
  • Festzins oder variabler Zins
  • Laufzeit
  • Ratenhöhe

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Vor und Nachtteile des Fremdwährungsdarlehens

Ein möglicher Vorteil des Fremdwährungsdarlehens kann der Zinssatz sein, der mitunter niedriger als bei Hypothekendarlehen aus Deutschland ist. Das ist meistens dann der Fall, wenn der Leitzins in dem Land, in dem die kreditgebende Bank mit der fremden Währung ansässig ist, niedriger als der EZB-Leitzins ist. Ein zweiter möglicher Vorteil des Währungskredites kann, muss aber nicht auftreten.


Der Vorteil kommt nur dann zum Tragen, falls der Wert der Darlehenswährung (Fremdwährung) im Zeitraum zwischen der Darlehensaufnahme und der Tilgung des Kredites gegenüber dem Euro gefallen ist. Da der Kreditnehmer vor der Tilgung zunächst den Euro in die entsprechende Fremdwährung „tauschen“ muss, müsste unter dieser Voraussetzung weniger Euro aufwenden, als er umgerechnet bei der Kreditaufnahme erhalten hat. Der mögliche Nachteil des Fremdwährungsdarlehens sind mögliche Währungsverluste. Diese würden entstehen, falls der Euro während der Kreditlaufzeit gegenüber der Fremdwährung an Wert verlieren würde.

Zusammenfassung Fremdwährungsdarlehen

  • Fremdwährungsdarlehen sind meistens sehr langfristige Kredite und werden als endfällige Darlehen zur Immobilienfinanzierung genutzt
  • Auszahlung der Kreditsumme und Darlehenstilgung erfolgen in fremder Währung, die Zinszahlung entweder in Euro oder Fremdwährung
  • Darlehen wird häufig mit einer Lebensversicherung kombiniert
  • starker Euro führt zu Währungsgewinnen, während schwacher Euro beim Kreditnehmer zu Währungsverlusten führt (stets im Vergleich zur Darlehenswährung betrachtet)

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