Fondssparplan Definition & Erklärung

Wenn es ein Produkt gibt, welches in den letzten zwei Jahrzehnten einen sehr großen Zuspruch der Kunden im Bereich des Vermögensaufbaus erzielen konnte, dann ist es der Fondssparplan.


In Investmentfonds können Anleger nicht nur einmalig investieren, indem für einen etwas größeren Betrag Fondsanteile gekauft werden. Besonders beliebt ist gerade der Fondssparplan, denn im Zuge dieses Sparplans kannst Du Monat für Monat für einen bestimmten Kapitalbetrag Fondsanteile kaufen.


Der Fondssparplan wird nicht nur zum „allgemeinen“ Vermögensaufbau verwendet, sondern spielt für viele Verbraucher inzwischen eine wichtige Rolle im Bereich der privaten Altersvorsorge. Etwas pauschalisiert gilt der Fondssparplan als das renditestärkste Produkt, wenn man die klassischen Finanzprodukte gegenüberstellt, die zum regelmäßigen Sparen genutzt werden,  also Banksparplan, Kapitallebensversicherung und private Rentenversicherung.

Wie sicher ist ein Fondssparplan?  

Die Sicherheit hängt bei einem Fondssparplan in ganz entscheidendem Umfang davon ab, welche Fonds regelmäßig gekauft werden.


Alle Fondssparpläne haben allerdings gemeinsam, dass es kein Emittentenrisiko gibt. Das bedeutet für Dich, selbst wenn die Fondsgesellschaft insolvent werden sollte, bekommt Du Dein Kapital beim Verkauf der Fondsanteile dennoch zurück.


Das bedeutet allerdings keineswegs, dass Du mit dem Investment in Fonds keine Verlust erleiden kannst. Nur wenn Du Dich für einen sogenannten Riester-Fonds entschieden hast Du die Garantie, dass Du bei Fälligkeit des Vertrages mindestens Deine zuvor getätigten Einzahlungen in Form der Leibrente zurückerhältst.


Unabhängig von den Riesterfonds gelten vor allem Geldmarktfonds und europäische Rentenfonds als vergleichsweise sicher. Wenn Du Dich allerdings entscheidest, im Zuge Deines Fondssparplans regelmäßig Anteile eines Aktienfonds zu kaufen, musst Du mit einem erhöhten Risiko rechnen.

Welche Rendite kann ich mit Fonds bzw. einem Fondssparplan erzielen?

Auch bei der Beantwortung der Frage, welche Rendite man mit einem Fondssparplan erzielen kann, kommt es auf die Wahl der Fonds an.


Grundsätzlich kannst Du Dich zwischen vier Arten von offenen Fonds entscheiden, nämlich zwischen den Geldmarktfonds, den Rentenfonds, den offenen Immobilienfonds und den Aktienfonds.


Bei einem Geldmarktfonds ist die Rendite für gewöhnlich am geringsten und beträgt durchschnittlich zwei bis drei Prozent. Der Ertrag bei den Rentenfonds hängt davon ab, in welche Anleihen der jeweilige Rentenfonds investiert und bewegt sich im Durchschnitt zwischen drei und fünf Prozent.


Ähnlich ist auch die durchschnittliche Rendite bei den Immobilienfonds, während Aktienfonds auf längere Sicht hin betrachtet einen Ertrag von durchschnittlich zwischen sechs und acht Prozent aufweisen können. Zudem ist es gerade beim Fondssparplan so, dass die Rendite auch von den Gebühren beeinflusst wird. So zahlst Du bei vielen Fonds zum Beispiel einen Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent. Du musst also fünf Prozent mehr für den Fondsanteil zahlen, als Du bei einem Verkauf bekommen würdest.

Welche Fonds sollten im Zuge des Fondssparplans gewählt werden?

Wenn Du Dich für einen Fondssparplan als Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge entschieden hast, dann hängt viel von der Wahl des Fonds ab. Diese solltest Du vor allem von Deiner Einstellung zu Rendite und Sicherheit abhängig machen. Ist Dir die Sicherheit am Wichtigsten, dann solltest Du Dich vorwiegend für Geldmarkt und Rentenfonds entscheiden.


Sehr sinnvoll ist es generell natürlich auch, nicht nur in einen Fonds zu investieren, sondern vielleicht monatlich im Zuge des Fondssparplans verschiedene Fonds zu kaufen. Auch so wird eine Streuung des Risikos erreicht. Ist Dir hingegen ein möglichst hoher Ertrag am wichtigsten? Dann solltest Du Dich für einen Fondssparplan mit Aktienfonds entscheiden.

Was sind die Vorteile und die Nachteile des Fondssparplans?


Vorteile:


  • durchschnittlich gute Rendite
  • riesterfähig
  • flexibles Sparen durch Veränderungen der Fonds im Sparplan möglich
  • jederzeitige Verfügbarkeit


Nachteile:


  • relativ hohe Gebühren
  • erhöhtes Risiko bei einigen Fondsarte
  • kein garantierter Ertrag
  • Verluste sind möglich (bis auf Riesterfonds)

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